Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Robert Craft

Strawinsky

Einblicke in sein Leben

Cover: Strawinsky

Schott Verlag, Mainz 2000
ISBN-10 325400230X
ISBN-13 9783254002303
Gebunden, 464 Seiten, 39,88 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Vera L. Calábria (deutsche Erstausgabe). Mit Abbildungen und Notenbeispielen sowie Register. Fast ein Vierteljahrhundert war er Mitarbeiter und Berater des Komponisten und darüber hinaus einer der wichtigsten Dirigenten seines Werkes: Wie kein anderer seiner Kollegen kannte Robert Craft den späten Strawinsky. In Essays, Kritiken, Vorträgen und Programmartikeln beleuchtet Craft sachkundig und unterhaltsam unbekannte Details über den Komponisten und Menschen Strawinsky. Er berücksichtigt dabei nicht nur die amerikanischen Lebensjahre des Komponisten, sondern wartet anhand bislang unveröffentlichten Materials auch mit einer Fülle von Informationen zum Frühwerk und zur Pariser Zeit auf. Neue Erkenntnisse, etwa zur Jugend Strawinskys, zu "Le sacre du printemps" und "Les noces" oder zur Entstehung seiner Schrift "Musikalische Poetik", werden nicht nur den Laien, sondern auch den Strawinsky-Spezialisten überraschen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.10.2000

Bettina Ehrhardt erinnert in ihrer Rezension daran, dass Craft nicht nur langjähriger Freund und Vertrauter Strawinskys war, sondern auch sein Sekretär, Dirigent seiner Werke und Biograf - sein "Eckermann". Gleichzeitig habe auch Strawinsky von Craft profitiert. Er lernte durch ihn die amerikanische Kultur und Sprache, fand in ihm einen "Resonanzboden" für private und kompositorische Belange und näherte sich durch seine Unterstützung an die Zwölftonmusik an. Besonders gefallen hat der Rezensentin an diesem Buch, einer Mischung zwischen Biografischem und "musikalischen Erörterungen", zum einen das ständige Erstaunen Crafts über Strawinskys Offenheit und Neugier, seinem Wissensdrang und seiner Fähigkeit zur Inspiration. Zum anderen ermögliche das Buch dem Leser, auch einmal "hinter die Kulissen" zu schauen und etwas über die "Bluffs und Spiele, mit denen damals Musikgeschichte gemacht wurde" zu erfahren - etwa dort, wo Stokowski eine Mäzenin erfand, um Strawinskys Werke in den Vereinigten Staaten aufführen zu können, und Strawinsky dieses Spiel wohl wissend mitspielte. Nicht zuletzt weiß es Ehrhardt zu schätzen, dass Craft zahlreiche Fehler oder Irrtümer in anderen Veröffentlichungen zum Komponisten korrigiert.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

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19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren