Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Richard Leeman

Cy Twombly - Malen, Zeichnen, Schreiben

Die große Monographie

Cover: Cy Twombly - Malen, Zeichnen, Schreiben

Schirmer und Mosel Verlag, München 2005
ISBN-10 3829601611
ISBN-13 9783829601610
Gebunden, 324 Seiten, 98,00 EUR

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Klappentext

Mit 291 Farb- und 13 SW-Abbildungen, zum Teil auf ausklappbaren Tafeln. Dies ist die erste umfassende Monographie über Cy Twombly, der heute als einer der bedeutendsten und als der feinsinnigste unter den großen Künstlern des 20. Jahrhunderts gilt. Mit beispielloser Konsequenz hat Cy Twombly seinen künstlerischen Weg fernab der aktuellen Tendenzen und lange Zeit unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit verfolgt. 1928 in Lexington, Virginia geboren, entwickelte er schon früh eine eigene, sehr persönliche Zeichensprache aus Buchstaben und Wörtern, die mit malerischen Mitteln Dichtung suggeriert. Sinnlich-poetisch, oft bleistiftzart mit Schriftzügen und Graffiti übersät, gewannen seine Werke eine neue "klassische" Qualität, als Twombly sich Ende der 50er Jahre aus der von Pop Art und Abstraktem Expressionismus dominierten New Yorker Kunstszene ins Alte Europa zurückzog - seit 1957 lebte er in Rom und pendelt heute zwischen Italien und den USA. Die Götterwelt Griechenlands, das mediterrane Licht, Geschichte, Kultur und Mythologie des Abendlandes hielten Einzug in seine Kunst. Es ist die Sprache der Erinnerung und des Verlangens, die sich in Twomblys hochkomplexen Oeuvre artikuliert, eine Sprache, die ihren Ursprung an einem mythischen Ort hat, wo Malen, Zeichnen und Schreiben in eins zusammenfließen.

Rezension Perlentaucher

So schön der Band ist, von der Schönheit der Bilder des 1928 geborenen amerikanischen Malers Cy Twombly transportiert er fast nichts. Zum Beispiel das Triptychon "Thyrsis" aus dem Jahre 1977. Im Buch sind es drei glatte weiße, leicht ins Bläuliche schillernde Flächen mit ein paar Klecksen und ein wenig Schrift. In Berlin, im Museum Hamburger Bahnhof steht man vor 300 x 198 cm, 300 x 412 cm und 300 x 198 cm. Das ist mehr als ein Größenunterschied. Bei vielen der Arbeiten von Cy Twombly geht es ganz wesentlich um die Bewältigung einer einzigen Aufgabe: So groß und gleichzeitig so leicht zu sein, wie es nur geht. Die Größe seiner Leinwände konkurriert mit denen Makarts und Pilotys. Er hat den gleichen Hang zum Übermächtigen. Aber die Herausforderung liegt für Twombly gerade darin, übermächtig zu sein und doch eine schwebende, heitere Leichtigkeit zu erreichen, die den Dimensionen seiner Leinwände alles Gewaltige oder gar Gewalttätige nimmt...
Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

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19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

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12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren