Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Reto Guntli, Susanne von Meiss

Berlin ganz privat

Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Berlin 2000
ISBN-10 3875848160
ISBN-13 9783875848168
Gebunden, 240 Seiten, 50,11 EUR

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Klappentext

Mit 260 farbigen Abbildungen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 20.07.2000

Als Anfang des Jahrhunderts der Lifestyle ins Leben gerufen wurde, hatte Berlin die Nase vorn, schickt Stephanie Tasch ihrer Besprechung zweier neu erschienener Fotobände voraus, die einen Querschnitt Berliner Innenlebens im 20. Jahrundert präsentieren.
Enno Kaufhold: Berliner Interieurs 1910 - 1930
Vorneweg in der Propagierung des modernen großstädtischen Lebensgefühls war die Zeitschift "Die Dame", die im Berliner Ullstein Verlag erschien und bereits vor dem Ersten Weltkrieg Fotoreportagen zum Gesellschaftsleben der Stadt brachte, wozu auch die Home Story gehörte, schreibt Tasch, mit der vorbildlich arrangierte Innenräume prominenter Zeitgenossen bedacht wurden. Daß diese keineswegs immer dem neuen Zeitgeist verschrieben waren, bezeugen die Fotografien von Waldemar Titzenthaler, die Tasch wie ein "Bollwerk" gegen die Veränderungen draußen erscheinen. Sie zeigen in statisch wirkenden Aufnahmen, bedingt durch lange Belichtungszeiten, Mobiliar von "festungsähnlichen Ausmaßen" aus den Wohnzimmern des kaiserlichen Berlins. Der Fund aus dem Ullstein Archiv hätte der Rezensentin zufolge eine liebevollere Neuedition verdient.
Susanne von Meiss/ Reto Guntli: Berlin ganz privat
Die üblichen Berliner Promis, meint die Rezensentin, die die Gelegenheit zur Selbstdarstellung nutzen. Ein Blick "wie ins Branchenbuch". Was die Aufnahmen festhalten, findet Stephanie Tasch ziemlich langweilig: gewohnt wird im gediegenen Stil der späten 70er und 80er Jahre, mit Edeltrödel oder schönen bunten Möbeln, eher konservativ (und eher geschmacklos?), eben typisch Westberlin. Immerhin gebe sich der Band offenherzig und verfüge über einen beträchtlichen Adreßteil im Anhang, wo wer wie wohnt und tut und macht.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.05.2000

Enttäuscht schreibt "nag" über dieses teure Buch, das seine 98 Mark nicht wert sei. Denn es bietet seiner Meinung nach nicht, was es verspricht: Einblicke in die Wohnungen bzw. Häuser prominenter Berliner nämlich. Da hätte "nag" gern mehr gesehen, als Treppenhäuser und Fassaden sowie die Gesichter von Leuten, die schon vor der Wende das nicht besonders schillernde Westberliner Leben prägten. Tiefere Einblicke hätten bloß die gestattet, die von der Vermarktung ihres Stils lebten: Architekten, Künstler oder Inneneinrichter zum Beispiel. Der "überladene Sprachduktus" des Buches, kranke zudem an "Adjektivhäufung".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren