Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Reinhard Lauer

Alexander Puschkin

Eine Biografie

Cover: Alexander Puschkin

C. H. Beck Verlag, München 2006
ISBN-10 3406540414
ISBN-13 9783406540417
Gebunden, 352 Seiten, 29,90 EUR

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Klappentext

Die Biografie Alexander Puschkins zeichnet in sieben Kapiteln die Lebensstationen des größten russischen Dichters nach: Kindheit und Ausbildung im Lyzeum von Carskoe Selo, Beginn einer Diplomatenlaufbahn in Petersburg, Strafversetzung des aufmüpfigen Dichters in den russischen Süden, Verbannung auf das väterliche Gut Michajlovskoe, endlich die Begnadigung durch Zar Nikolaus I., gefolgt von einem unsteten Leben zwischen Moskau und Petersburg, dem Aufenthalt auf dem Gut Boldino im Herbst 1830 - wunderbarer Höhepunkt seines Schaffens - und der Eheschließung mit der jungen Schönheit Natalja Gonearova, schließlich die quälenden Jahre im Umkreis des Zarenhofes bis zum tragischen Ende.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Puschkin - Leseprobe aus der Biografie bei C.H. Beck

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.02.2007

Dankbar konstatiert Kerstin Holm den Anlauf zu einer Antikitsch-Offensive durch den Puschkin-Biografen Reinhard Lauer. Die Scharfstellung auf die innere Zerrissenheit des Dichters hält sie für angebracht, die Ausführung für schlüssig. Die Rezensentin verfolgt die von Lauer für Puschkins Leben und Werk gewählte Denkfigur der Aporie bis zu dem Punkt, als der Dichter die Ehe wählt und nur mehr historische Prosa schreibt. Hinderlich bei der Lektüre erscheint Holm das Philologendeutsch des Slawisten Lauer; die Auswahl der Textproben findet sie nicht sonderlich repräsentativ für Puschkins poetisches Genie.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.12.2006

Enttäuscht winkt Ulrich M. Schmid nach der Lektüre von Reinhard Lauers Puschkin-Biografie ab. Hier sei nicht nur eine große Chance für einen neuen Blick auf Puschkin vertan worden, vielmehr sei sogar ein Rückschritt zu verzeichnen gegenüber Lauers Puschkin-Darstellung in seiner Geschichte der russischen Literatur. Inhaltlich gebe es nichts Neues, Puschkin wird als reines "Künstlergenie" behandelt, und auch der Aufbau ist Schmid zu konventionell und langweilig geraten. Fakten, Fakten, Fakten, bloß aneinandergereiht, darüber hinaus ein Vergehen, dessen sich schon einige Biografen vor Lauer schuldig gemacht haben: Lauer "gleicht - nach Roman Jakobsons Apercu - jenem Polizisten, der auf der Suche nach einem Verbrecher jeden verhaftet, der ihm über den Weg läuft".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren