Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Die Biografie Alexander Puschkins zeichnet in sieben Kapiteln die Lebensstationen des größten russischen Dichters nach: Kindheit und Ausbildung im Lyzeum von Carskoe Selo, Beginn einer Diplomatenlaufbahn in Petersburg, Strafversetzung des aufmüpfigen Dichters in den russischen Süden, Verbannung auf das väterliche Gut Michajlovskoe, endlich die Begnadigung durch Zar Nikolaus I., gefolgt von einem unsteten Leben zwischen Moskau und Petersburg, dem Aufenthalt auf dem Gut Boldino im Herbst 1830 - wunderbarer Höhepunkt seines Schaffens - und der Eheschließung mit der jungen Schönheit Natalja Gonearova, schließlich die quälenden Jahre im Umkreis des Zarenhofes bis zum tragischen Ende.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Puschkin - Leseprobe aus der Biografie bei C.H. Beck
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.02.2007
Dankbar konstatiert Kerstin Holm den Anlauf zu einer Antikitsch-Offensive durch den Puschkin-Biografen Reinhard Lauer. Die Scharfstellung auf die innere Zerrissenheit des Dichters hält sie für angebracht, die Ausführung für schlüssig. Die Rezensentin verfolgt die von Lauer für Puschkins Leben und Werk gewählte Denkfigur der Aporie bis zu dem Punkt, als der Dichter die Ehe wählt und nur mehr historische Prosa schreibt. Hinderlich bei der Lektüre erscheint Holm das Philologendeutsch des Slawisten Lauer; die Auswahl der Textproben findet sie nicht sonderlich repräsentativ für Puschkins poetisches Genie.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.12.2006
Enttäuscht winkt Ulrich M. Schmid nach der Lektüre von Reinhard Lauers Puschkin-Biografie ab. Hier sei nicht nur eine große Chance für einen neuen Blick auf Puschkin vertan worden, vielmehr sei sogar ein Rückschritt zu verzeichnen gegenüber Lauers Puschkin-Darstellung in seiner Geschichte der russischen Literatur. Inhaltlich gebe es nichts Neues, Puschkin wird als reines "Künstlergenie" behandelt, und auch der Aufbau ist Schmid zu konventionell und langweilig geraten. Fakten, Fakten, Fakten, bloß aneinandergereiht, darüber hinaus ein Vergehen, dessen sich schon einige Biografen vor Lauer schuldig gemacht haben: Lauer "gleicht - nach Roman Jakobsons Apercu - jenem Polizisten, der auf der Suche nach einem Verbrecher jeden verhaftet, der ihm über den Weg läuft".
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