Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Rafik Schami berichtet von seiner Kindheit in Damaskus, als es noch Geschichtenerzähler gab, die im Kaffeehaus ihr Garn gesponnen haben, er zeichnet ein liebevolles Porträt seines Großvaters, er macht sich Gedanken darüber, wie die Märchen in die Welt gekommen sind, und er schildert, wie er zum Erzähler wurde.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Rafik Schami: "Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte" - Leseprobe bei Hanser
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 29.03.2012
Rafik Schami kommt Markus Clauer "angenehm uncool" vor. Eigentlich heißt der Autor Suheil Fadel, weiß der Rezensent, aber den Künstlernamen "Damaszener Freund" findet er sehr passend - schließlich spielen die meisten seiner Geschichten in der syrischen Hauptstadt. In "Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte" erzählt Schami über seine eigene Kindheit und wie er zum Schreiben gekommen ist. Von Clauer erfahren wir, dass der Autor früher pausenlos mit seiner Mutter die Geschichten von Scheherazade beim Friseur oder im Radio gehört hat. Schami sei ein Vortragskünstler, der Wert auf die arabische mündliche Tradition lege, erklärt der Rezensent, aber er schaffe es, deren Faszination ins Schriftliche zu übertragen.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2011
Rafik Schami bilanziert hier seine Karriere als Autor und Erzähler, notiert Rezensentin Sabine Berking. Und sie staunt nicht schlecht angesichts der nackten Fakten dieser Laufbahn: Über zweitausend Lesungen, Übersetzungen in über zwanzig Sprachen und siebenstellige Auflagenzahlen lassen Berking von einer "Geschichte der Superlative" sprechen. In zahlreichen Anekdoten aus seinem Leben berichte Schami, wie er zum Erzählen kam - denn das mündliche Erzählen ist ihm von Anfang an zentrales Anliegen gewesen, wie die Rezensentin mitteilt. Wunderbar findet Berking diese Texte, und mit Hochachtung rekapituliert sie Schamis Weg vom promovierten Naturwissenschaftler zu einer Art Don Quixote der Oralität. Unbehagen empfindet die Kritikerin allerdings bei der Lektüre einer Vorlesung Schamis von 2011. Hierin werfe Schami gewissen postkolonialen Autoren blinde Nachahmung der europäischen Tradition vor. "Märchen oder Musil, das ist doch keine Alternative!" meint die Rezensentin.
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