Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Rafik Schami

Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte.

Oder wie ich zum Erzähler wurde

Cover: Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte.

Carl Hanser Verlag, München 2011
ISBN-10 3446237712
ISBN-13 9783446237711
Gebunden, 176 Seiten, 17,90 EUR

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Klappentext

Rafik Schami berichtet von seiner Kindheit in Damaskus, als es noch Geschichtenerzähler gab, die im Kaffeehaus ihr Garn gesponnen haben, er zeichnet ein liebevolles Porträt seines Großvaters, er macht sich Gedanken darüber, wie die Märchen in die Welt gekommen sind, und er schildert, wie er zum Erzähler wurde.

BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Rafik Schami: "Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte" - Leseprobe bei Hanser

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 29.03.2012

Rafik Schami kommt Markus Clauer "angenehm uncool" vor. Eigentlich heißt der Autor Suheil Fadel, weiß der Rezensent, aber den Künstlernamen "Damaszener Freund" findet er sehr passend - schließlich spielen die meisten seiner Geschichten in der syrischen Hauptstadt. In "Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte" erzählt Schami über seine eigene Kindheit und wie er zum Schreiben gekommen ist. Von Clauer erfahren wir, dass der Autor früher pausenlos mit seiner Mutter die Geschichten von Scheherazade beim Friseur oder im Radio gehört hat. Schami sei ein Vortragskünstler, der Wert auf die arabische mündliche Tradition lege, erklärt der Rezensent, aber er schaffe es, deren Faszination ins Schriftliche zu übertragen.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.10.2011

Rafik Schami bilanziert hier seine Karriere als Autor und Erzähler, notiert Rezensentin Sabine Berking. Und sie staunt nicht schlecht angesichts der nackten Fakten dieser Laufbahn: Über zweitausend Lesungen, Übersetzungen in über zwanzig Sprachen und siebenstellige Auflagenzahlen lassen Berking von einer "Geschichte der Superlative" sprechen. In zahlreichen Anekdoten aus seinem Leben berichte Schami, wie er zum Erzählen kam - denn das mündliche Erzählen ist ihm von Anfang an zentrales Anliegen gewesen, wie die Rezensentin mitteilt. Wunderbar findet Berking diese Texte, und mit Hochachtung rekapituliert sie Schamis Weg vom promovierten Naturwissenschaftler zu einer Art Don Quixote der Oralität. Unbehagen empfindet die Kritikerin allerdings bei der Lektüre einer Vorlesung Schamis von 2011. Hierin werfe Schami gewissen postkolonialen Autoren blinde Nachahmung der europäischen Tradition vor. "Märchen oder Musil, das ist doch keine Alternative!" meint die Rezensentin.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren