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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Platon

Apologie. Kriton. Phaidon.

Cover: Apologie. Kriton. Phaidon.

Artemis und Winkler Verlag, Düsseldorf 2004
ISBN-10 3760841090
ISBN-13 9783760841090
Gebunden, 228 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Altgriechischen von Rudolf Rufener. Mit einer Einführung von Thomas A. Szlezak. Die drei Dialoge kreisen um ein Thema: den Prozess gegen Sokrates und dessen Tod. Die "Apologie" enthält die fiktive Verteidigungsrede des Sokrates; Kriton versucht im gleichnamigen Dialog den verurteilten Philosophen zur Flucht aus dem Gefängnis zu überreden; über die letzten Stunden des Sokrates, der "gelassen und heiter" den Schierlingsbecher leert, berichtet "Phaidon" - der Exkurs über die Unsterblichkeit der Seele beeinflusste die christliche Philosophie des Mittelalters.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.12.2004

Eigentlich kennt man sie doch, die philosophischen Dialoge, die Sokrates kurz vor seinem Tod mit seinen Schülern geführt hat, und doch ist es immer wieder ein "besonderes Vergnügen", sie selbst zu lesen, bekennt Burkhard Müller. Dieses Vergnügen kann sich noch vergrößern, wenn es in der "überaus frischen" Übersetzung von Rudolf Rufener daherkommt, so der Rezensent begeistert, der dieser Fassung ihren "eigenen Platz" neben der kanonischen Schleiermacher-Übersetzung zuerkennt. Ja, ja, Platon "hat gewusst, was er tat", als er Sokrates im Dialog mit seinen Schülern auftreten ließ, meint Müller, den insbesondere die Schilderungen der Trauer Kritons über den bevorstehenden Tod Sokrates' berühren. Wenn Kriton im Kerker neben Sokrates wacht und ihn nicht wecken will, so ist dies eine auf äußerst knappem Raum gestaltete Szene "von großer Zärtlichkeit", so der gerührte Rezensent. Richtiggehend "unangenehm" dagegen findet Müller die Haltung Sokrates' gegenüber seiner "jammernden" Frau Xanthippe, dies ist ihm dann doch zu kühl und konsequent. Am Ende preist der Rezensent noch das "knappe und vorzügliche Nachwort" von Thomas Alexander Slezak, weil er hier auf nur fünfzig Seiten die wichtigsten Punkte der "sokratisch-platonischen" Philosophie zusammengefasst sieht.

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