Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Pierre Rosanvallon

Der Staat in Frankreich

Von 1789 bis heute

Cover: Der Staat in Frankreich

Westfälisches Dampfboot Verlag, Münster 2000
ISBN-10 3896914111
ISBN-13 9783896914118
                         , 273 Seiten, 34,77 EUR

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Klappentext

Aus dem Französischen von Heide Gerstenberger und Hedwig Linden. Der Staat als politisches Problem oder als bürokratisches Phänomen ist im Streit zwischen leidenschaftlicher Befürwortung und philosophischen Debatten bisher nicht als historisches Objekt erfasst worden. Pierre Rosanvallon will die Lücke mit seinem Werk schließen - und liefert Bilanz und Programm zugleich; denn: Hier wird zum ersten Mal eine Synthese der verfügbaren Arbeiten und eine umfassende kommentierte Bibliographie vorgestellt und ein neuer konzeptueller Rahmen entworfen, um die Geschichte des Staates verstehbar zu machen

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.10.2001

Dieses Buch erhellt nach Dafürhalten von Gerd Roellecke nicht nur den französischen Staat, sondern wirft auch ein Licht auf Europa und den modernen Staat allgemein. Der Rezensent preist den französischen Autor für seine große Fähigkeit, "selbst aus Statistiken Funken zu schlagen" und findet, dass die Entwicklung des französischen Staates "meisterhaft" erzählt wird. Roellecke hat während der Lektüre das wunderbare Gefühl, alles "sofort zu verstehen", wobei er seinem freudigen Erstaunen darüber Ausdruck verleiht, dass selbst die etwas "vegetative politische Philosophie" Foucaults ihm zumindest ein bisschen klarer wird.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 21.06.2000

Rudolf Walther zeigt sich äußerst angetan von diesem Buch. Zwar findet er, dass der Autor hier keine "umfassende Synthese zur Geschichte des Staates" vorgelegt hat. Es gefällt ihm jedoch, dass Rosanvallon verschiedene Thesen untersucht, "exemplarisches Material" ausbreitet und Ideen vorstellt, "wie eine solche Geschichte zu erarbeiten wäre". Walther betont mehrfach die differenzierte Herangehensweise des Autors, der sich von pauschalisierenden Begriffen wie "Zentralismus" oder der verbreiteten Ansicht, ein Staat sei gleichzusetzen mit der Staatsquote, distanziert. Nach Rosanvallons Meinung könne das Wesen eines Staates nicht mit Statistiken und Quantifizierungen erfasst werden, und daher beleuchte er die Wechselwirkungen von Staat und Gesellschaft, die Brüche in der staatlichen Entwicklung und die "Beziehungen zwischen Politik, Verwaltung und Gesellschaft". Zuletzt weist Walther noch auf die äußerst umfangreiche und "hervorragende gegliederte und kommentierte" Bibliografie hin.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren