Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Aus dem Neugriechischen von Michaela Prinzinger. Reiche Griechen zahlen keine Steuern. Arme Griechen empören sich darüber, oder sie verzweifeln ob ihrer aussichtslosen Lage. Ein Unbekannter tut weder das eine noch das andere: Er handelt. Mit Drohbriefen, Schierlingsgift und Pfeilbogen im Namen des Staates.
Schwarze Raben
Griechische Emporkömmlinge bekommen von Markaris genauso ihr Fett weg wie deutsche Geizhälse. Und schließlich gelingt es Markaris immer wieder, seinen Spott zu einem galligen Sarkasmus zu steigern: 'Der griechische Staat ist weltweit die einzige Mafia, die es geschafft hat, bankrott zu gehen.' Thekla Dannenberg in Mord und Ratschlag
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.01.2013
Einen Whodunnit mit sentimental resignativem Unterton, der mit Kitsch nicht spart, aber auch nicht mit Vergnügen für den Leser, hat Burkhard Müller gelesen. Zwar durchschaut Müller leicht den "Hauch von Handlung" in Petros Markaris' griechischem Regionalkrimi, mäkelt hier und da an der Dramaturgie und erkennt auch nicht unbedingt die Notwendigkeit der antiken Anspielungen im Text. Die lehrreiche Perspektive auf die unsympathische Deutsche im farbigen Jackett, auf das nette Lokalkolorit und das "wahre" Ausmaß an Korruption und Ineffizienz in Griechenland machen den Roman für Müller allerdings lesenswert genug.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 03.11.2012
Rezensentin Christiane Müller schätzt Petros Markaris als international anerkannte, intellektuelle Stimme Griechenlands. Dass sich die Scharfsichtigkeit seiner (parallel ebenfalls im Diogenes Verlag gesammelt veröffentlichten) Essays über die Lage Griechenlands auch in seiner Kriminalromanreihe um den Ermittler Kostas Charitos niederschlägt, freut sie sehr: So ist die Geschichte über einen Serienmörder, der in Athen Steuersünder richtet, auch ein Gesellschaftsroman über das Griechenland der Schuldenkrise, der viele "wunderbare Vignetten" aus Athen versammelt. Zudem versteht die Rezensentin Markaris' Roman auch als Warnung vor politischer Unvernunft unter den Wählern, die rechtsradikalen Strömungen zuletzt einigen Auftrieb beschert haben.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.10.2012
Spürbar gerne hat Franz Haas diesen Krimi aus dem "Athen der kleinen Leute" gelesen, der zudem im harten Kontrast zu den schwermütigen Drehbüchern steht, die Petros Markaris für den Filmemacher Theo Angelopoulos schrieb. In seiner "Trilogie der Krise", die "Zahltag" abschließt, führt Markaris den Leser jedoch anhand der populären Krimi-Form direkt in das "griechischen Grundübel" einer korrupten Staatsführung, die mit den Steuerhinterziehern aus der wohlhabenden Schicht paktiert, informiert der Rezensent. Große Literatur sei das zwar nicht, räumt Haas ein, doch dankt er dem Autor das hochaktuelle Bild einer krisengeschüttelten Nation, das zudem mit zahlreichen Impressionen aus Athen aufwartet, "wo langsam die Lichter ausgehen" und ständige Demonstrationen den Verkehr zum Erliegen bringen.

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Petros Markaris
Petros Markaris, geboren 1937 in Istanbul, studierte Volkswirtschaft, bevor er zu schreiben begann. Er ist Verfasser von Theaterstücken, Schöpfer einer beliebten griechischen Fernsehserie, Übersetzer von Brecht und vielen anderen deutschen ... mehr lesen















