Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Petros Markaris

Hellas Channel

Roman

Diogenes Verlag, Zürich 2000
ISBN-10 3257062419
ISBN-13 9783257062410
gebunden, 320 Seiten, 22,96 EUR

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Klappentext

Aus dem Griechischen von Michaele Prinzinger. Er liebt es, Souflaki aus der Tüte zu esse, dabei im Wörterbuch zu blättern und sich die neuesten Amerikanismen einzuverleiben. Seine Arbeit bei der Athener Polizei ist im Gegensatz dazu kein Honiglecken. Aber auch im größten Trubel gelingt es Kostas Charitos stets, er selbst zu bleiben ? ein hitziger Einzelgänger, ein Nostalgiker im modernen Athen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 09.05.2000

Keine Frage: Robert Brack hat einen Narren gefressen an Kommissar Charito. Und dies, obwohl - oder gerade weil? - Charito ein Anti-Held allererster Ordnung zu sein scheint: Er ist opportunistisch, schwitzt und quatscht zu viel, ist genervt und unmotiviert und auch noch feige. Dennoch: "Die internationale Kriminalliteratur ist um einen Helden reicher", findet Brack, der diese Figur deutlich glaubwürdiger findet als die "Designer-Protagonisten im globalamerikanischen Stil". Makaris beherrsche die "hohe Kunst des alltagsgeschwätzigen Dialogs", so Brack, der darüber hinaus den Unterhaltungswert und die Zugkraft des Buches begeistert hervorhebt.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 22.04.2000

Der Verlag hat "aus trüben Gewässern einen Goldfisch geangelt", meint Hans W. Korfmann, der ganz begeistert ist von dem cholerischen Ekelpaket Kommissar Charitos. Zwar könne es ein Weilchen dauern, bis man sich der Leser mit ihm anfreunde, und auch die Themen in diesem Roman wirken auf den ersten Blick eher effekthascherisch und wie eine Zusammenstellung aus "Überschriften der Boulevardzeitungen", so der Rezensent. Er lobt allerdings, dass Markaris - obwohl er beiläufig etliche Missstände in Griechenland anspricht - nie moralisierend den Zeigefinger hebt. Dazu wäre Charitos wohl auch kaum der richtige Mann, denn glaubt man Korfmann, so hat ihn der Autor mit nur allzu menschlichen Schwächen ausgestattet. Dennoch mache er als Kommissar "seinen literarischen Vorgängern keine Schande", und am Ende löst sich viel Kompliziertes denn auch ganz logisch auf. Korfmann hat anscheinend normalerweise nicht viel übrig für griechische Autoren. Hier macht er eine Ausnahme. Markaris` "mediterrane Leichtigkeit", seine "Lust am Fabulieren", so merkt er zufrieden an, sei eher untypisch für griechische Intellektuelle.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren