Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Petra Weber

Gescheiterte Sozialpartnerschaft

Industrielle Beziehungen, Arbeitskämpfe und der Sozialstaat

Cover: Gescheiterte Sozialpartnerschaft

Oldenbourg Verlag, München 2010
ISBN-10 3486592149
ISBN-13 9783486592146
Gebunden, 1245 Seiten, 128,00 EUR

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Klappentext

Warum untergruben die Verteilungskämpfe das Fundament der Weimarer Demokratie, während in der späten französischen Dritten Republik die industriellen Beziehungen erst 1936 zu einem Politikum ersten Ranges wurden? Warum waren in Deutschland Sozialstaat und Demokratie unzertrennbar miteinander verbunden, während in Frankreich der Sozialstaat mehr Gegner als Befürworter hatte? Petra Weber geht diesen Fragen nach, indem sie die Reaktion der Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften, der Arbeitnehmer und des Staates auf die Umbrüche der Kriegs- und Nachkriegszeit, die inflationäre Entwicklung, den Ausbau des Sozialstaates und die Weltwirtschaftskrise untersucht.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.03.2010

"Höchstes wissenschaftliches Niveau" verspricht Rezensent Eberhard Kolb bei dieser Arbeit der Münchner Historikerin Petra Weber, die die industriellen Beziehungen in Frankreich und Deutschland zwischen den beiden Weltkriegen miteinander vergleicht, die zu solch unterschiedlichen Entwicklungen in den beiden Ländern geführt haben . Mit industriellen Beziehungen meint sie, wie Kolb erklärt, das Verhältnis von Arbeitern, Arbeitgeber und Staat. Mehrere Unterschiede sieht der interessierte Rezensent hier herausgearbeitet: Einerseits war die deutsche Arbeiterbewegung viel organisierter als die französische, die Gewerkschaften waren mit einer Partei eng verbunden und es gab bereits Sozialversicherungen. Andererseits war die Lebensmittelversorgung in Deutschland so schlecht organisiert, dass die Massen schweren Hunger litten. Das gab es in Frankreich nicht. Auch hat hier der Sieg natürlich verhindert, dass die Arbeiterschaft die Autorität des Staates so radikal in Frage stellte, wie es die deutsche getan hat. Koln attestiert der Autorin eine imponierend souveräne Stoffbeherrschung und spricht ihr für die Arbeit seinen "uneingeschränkten Respekt" aus.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren