Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Petra Gehring

Foucault - Die Philosophie im Archiv

Cover: Foucault - Die Philosophie im Archiv

Campus Verlag, Frankfurt am Main 2004
ISBN-10 3593373939
ISBN-13 9783593373935
Broschiert, 264 Seiten, 18,90 EUR

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Klappentext

Einführungen in das Werk Foucaults gibt es bereits einige. Petra Gehrings Ansatz jedoch ist ungewöhnlich. Auch sie erläutert grundlegende Begriffe, Verfahren und Denkfiguren des großen französischen Philosophen. Ihr Zugang ist jedoch weder der klassische Weg entlang seiner Bücher, die verschiedenen "Phasen" zugeschrieben werden, noch der Zugang über die gängigen Konzepte wie Macht, Diskurs oder Wissen. Sie hat Foucaults Werk im wahren Sinne des Wortes "quergelesen".
Und das lädt auch uns zu einer gänzlich neuen Lektüre ein. Dabei stehen vor allem die Verfahren Foucaults im Mittelpunkt: die Gratwanderung zwischen Geschichte und Philosophie, die Theorie hinter bekannten Begriffen wie Aussage, Dispositiv, Archäologie, die Rolle des Körpers in Foucaults Werk, das Konzept des Denkens als Haltung und als Praxis sowie Elemente einer Philosophie der Freiheit in Foucaults Theorie. Am Ende steht die Frage, ob "Machtanalyse" lernbar ist, ob also Foucaults Verfahren anwendbar sind. Die Autorin liefert eine anregende, überraschende Einführung in Foucaults Denken für Fortgeschrittene und solche, die es werden wollen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.11.2004

Ausdrücklich legt die Philosophieprofessorin Petra Gehrig keine Biografie, sondern eine Werkstudie zum Denken Michel Foucaults vor. Sein Leben, sofern es mit dem Werk nicht zu tun hat, kommt dabei kaum am Rande vor. Umso überzeugender aber scheinen dem Rezensenten Ralf Konersmann die "konzentrierten Lektüren" der Autorin: Über Foucault, schreibt er, ist "noch selten so eindringlich, so überlegt und klug geschrieben worden". Als zentraler Begriff zum Verständnis des Philosophen entpuppt sich dabei der des "Archivs", von dem aus Gehrig das vielschichtige Werk aufzuschlüsseln verstehe. Freilich habe die rein "immanente Lektüre" auch ihre Kehrseite: Über die Rezeption Foucaults erfahre man wenig und zu den Irrwegen seiner Theorieentwürfe fehlt Konersmann der kritische Abstand der Autorin.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren