Bücherschau der Woche
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Peter Waterhouse
Prosperos Land
Klappentext
Es gibt Reisen, die man unternimmt, um Bilder einzuholen, die man längst im Kopf hat. Und es gibt solche, die zu Entdeckungsreisen werden: Fahrten in die Gegend, die nicht gestaltet, überformt sind, die unscheinbar wirken, zentrumslos. Vier solcher Fahrten haben Peter Waterhouse in den letzten Jahren nach Südkärnten, Friaul, Slowenien geführt. Und dort findet er die "träumerischen Stellen" der Welt.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.11.2001
Das Programm, als dessen Umsetzung der Gedichtband zu begreifen ist, hat Waterhouse in einem Essayband von 1996 über den japanischen Dichter Basho verfasst, nämlich, so der Rezensent Thomas Poiss, das der "Kopräsenz aller Dinge und Wörter in einer Textlandschaft". Der Dichter versteht sich dabei nur als "Übersetzer" und Katalysator, der die Landschaften Text werden lässt. Einzelne Beispiele geht Poiss durch, bei denen ihm das durchaus gelungen scheint, von "beiläufiger Kunst" ist die Rede, jedoch: beträchtliche Teile des Textes findet er dann ziemlich "ungenießbar", es zeige sich da ein "regressiver Zug", eine "Poetik des Alles-ist-alles", die der Autor sprachlich nicht mehr einholen kann. Ganz abraten vom Buch will Poiss dennoch überhaupt nicht, da er noch das Missratene "als Indiz des Risikos" zu begreifen versteht.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 12.07.2001
Peter Waterhouse hat die Nachkommen von Shakespeares Protagonisten aufgesucht, sie durch Kärnten, das Friaul und durch Slowenien begleitet und einen elegischen Gedichtroman geschrieben, berichtet Guido Graf. Als "Sprachspaziergänger", der geradezu beiläufig drei Zeilen je Seite verfasst hat, die alles auch in tiefster Dunkelheit erleuchten, habe der Dichter äußerst behutsam Landschaften kartografiert und auf eine für den Rezensenten längst verloren geglaubte Einheit von Dichtung und Lebenspraxis verwiesen.
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