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Peter Spiro
Nur uns gibt es nicht wieder
Erinnerungen an meinen Vater Eugen Spiro, meine Vettern Balthus und Pierre Klossowski, die Zwanziger Jahre und das Exil
Klappentext
Mit einem Nachwort von Helmut Zielinski. Es war eine Zeit der Unsicherheit und des Umbruchs, eine Zeit der Suche und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft - die zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, in die Peter Spiro hineingeboren wurde. Am 16. Mai 1918 erblickte er als Sohn des bekannten Gesellschafts- und Landschaftsmalers Eugen Spiro in Berlin das Licht der Welt. Es war ein glänzendes Milieu. Man gehörte zum Großbürgertum, hatte namhafte Künstler, reiche Industrielle und erfolgreiche Politiker zu Freunden, war mit Gerhart Hauptmann, Rainer Maria Rilke, Hans Purrmann und Leo von König bekannt und genoss das Hauptstadtklima Berlins. Im Sommer fuhr die Familie auf die Prominenten-Insel Hiddensee, auf der sich die Großeltern Saenger-Sethe ein Haus gebaut hatten, Reisen nach Frankreich, Italien und in die Schweiz gehörten zum Jahresprogramm. Peter Spiro erinnert sich. Und da kommt, wenn man wie er in geistiger Frische 91 Jahre alt geworden ist, einiges zusammen.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.06.2010
Heute ist Eugen Spiro weithin vergessen. In der Weimarer Republik aber war er einer der berühmtesten Impressionisten und Porträtmaler in Berlin. Er floh vor den Nazis in die USA und musste von dort aus erleben, wie der einst große Ruhm bald erlosch. In diesem Buch nun erinnert sich sein Sohn Peter Spiro, selbst Jahrgang 1918, an das Leben des Vaters und ans eigene auch. Nicht zuletzt kommen auch zwei Neffen von Eugen Spiro vor, die Brüder Pierre und Balthasar Klossowski - der erste ein nachmals berühmter Schriftsteller, der letztere kein Geringerer als der Maler Balthus. Große Literatur, meint Andreas Platthaus, sei dieses Erinnerungsbuch zwar nicht, aber eigentlich findet er das nicht so wichtig. Ein faszinierender Rückblick auf die Fährnisse des 20. Jahrhundert ist es nämlich in jedem Fall.
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