Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Peter Spiro

Nur uns gibt es nicht wieder

Erinnerungen an meinen Vater Eugen Spiro, meine Vettern Balthus und Pierre Klossowski, die Zwanziger Jahre und das Exil

Cover: Nur uns gibt es nicht wieder

Edition Memoria, Hürth 2010
ISBN-10 3930353296
ISBN-13 9783930353293
Gebunden, 160 Seiten, 29,80 EUR

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Klappentext

Mit einem Nachwort von Helmut Zielinski. Es war eine Zeit der Unsicherheit und des Umbruchs, eine Zeit der Suche und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft - die zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, in die Peter Spiro hineingeboren wurde. Am 16. Mai 1918 erblickte er als Sohn des bekannten Gesellschafts- und Landschaftsmalers Eugen Spiro in Berlin das Licht der Welt. Es war ein glänzendes Milieu. Man gehörte zum Großbürgertum, hatte namhafte Künstler, reiche Industrielle und erfolgreiche Politiker zu Freunden, war mit Gerhart Hauptmann, Rainer Maria Rilke, Hans Purrmann und Leo von König bekannt und genoss das Hauptstadtklima Berlins. Im Sommer fuhr die Familie auf die Prominenten-Insel Hiddensee, auf der sich die Großeltern Saenger-Sethe ein Haus gebaut hatten, Reisen nach Frankreich, Italien und in die Schweiz gehörten zum Jahresprogramm. Peter Spiro erinnert sich. Und da kommt, wenn man wie er in geistiger Frische 91 Jahre alt geworden ist, einiges zusammen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.06.2010

Heute ist Eugen Spiro weithin vergessen. In der Weimarer Republik aber war er einer der berühmtesten Impressionisten und Porträtmaler in Berlin. Er floh vor den Nazis in die USA und musste von dort aus erleben, wie der einst große Ruhm bald erlosch. In diesem Buch nun erinnert sich sein Sohn Peter Spiro, selbst Jahrgang 1918, an das Leben des Vaters und ans eigene auch. Nicht zuletzt kommen auch zwei Neffen von Eugen Spiro vor, die Brüder Pierre und Balthasar Klossowski - der erste ein nachmals berühmter Schriftsteller, der letztere kein Geringerer als der Maler Balthus. Große Literatur, meint Andreas Platthaus, sei dieses Erinnerungsbuch zwar nicht, aber eigentlich findet er das nicht so wichtig. Ein faszinierender Rückblick auf die Fährnisse des 20. Jahrhundert ist es nämlich in jedem Fall.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren