Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
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Klappentext
Aus unterschiedlichen Perspektiven werden Leben und Werk Marc Blochs, eines der bedeutendsten Historiker des 20. Jahrhunderts vorgestellt. Mit Beiträgen von Etienne Bloch, Otto G. Oexle, Ulrich Raulff u.a.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.04.2000
In diesem Band sind die Beiträge einer 1997 an der Humboldt-Universität gehaltenen Tagung zu Marc Bloch, die auch "wichtige Bausteine der Biografie" zusammentragen, enthalten, schreibt Christian Schulte. Der französische Historiker, dessen Werke inzwischen in einigen Editionen auch auf Deutsch vorliegen, war "kein Freund der Deutschen", jedoch war für ihn seit 1908, als er in Berlin und Leipzig studierte, die deutsche Geschichtswissenschaft ein wichtiger Referenzpunkt seiner eigenen Arbeit. Die daraus sichtbare "ambivalente Beziehung zu Deutschland" ist ein wichtiges Element der hier vorgelegten Aufsätze, meint Schulte. Blochs Weg in den politischen Widerstand war dem "patriotisch gesinnten Juden" durch seine Fähigkeit zur scharfsichtige Analyse nahegelegt; sie hatte ihn gelehrt, "noch aus dem unscheinbarsten überlieferten Detail die Signatur einer ganzen Epoche" zu identifizieren. Leider nennt Schulte keinen einzigen Namen der Autoren dieser Beiträge.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 23.03.2000
Hans-Martin Lohmann bespricht in einer Rezension zwei Bücher von und über Marc Bloch.
1) Peter Schöttler (Hg): "Marc Bloch. Historiker und Widerstandskämpfer"
Der von Peter Schöttler herausgegebene Sammelband würdige einen der bedeutendsten Historiker des 20. Jahrhunderts, hält Hans-Martin Lohmann in seiner Rezension fest. Obwohl die Rolle Blochs in der Résistance etwas zu knapp beleuchtet sei, zeige Schöttlers Eingangskapitel nachvollziehbar den Werdegang des Historikers und lege seine geistesgeschichtlichen Wurzeln bloß. Der zweite Teil des Bandes, der aus einer Auswahl von Rezensionen Blochs besteht, mache das ambivalente Verhältnis Blochs zu Deutschland deutlich. Von den folgenden Beiträgen hebt Lohmann nur den "besonders nachdenklich stimmenden" Aufsatz Ulrich Raulffs hervor, wobei er den Grund und das Ergebnis dieser Nachdenklichkeit leider nicht weiter ausführt.
2) Marc Bloch: "Die Feudalgesellschaft"
Für Eberhard Bohms neue Übersetzung von Blochs "Die Feudalgesellschaft" findet Lohmann nur lobende Worte: Sie habe viele Fehler der früheren Übersetzung getilgt, stilistische sowie begriffliche Mängel seien behoben worden. Auch das Register wird seiner Vollständigkeit wegen gelobt. Lohmann hofft, dass Marc Bloch durch diese Neuübersetzung neue Leser findet.
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Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3
07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen
Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen






