Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Peter Münch

Der Duft des Lindenbaums

Ein Tagesbuch aus Sarajewo. (Ab 12 Jahre)

Cover: Der Duft des Lindenbaums

Ravensburger Buchverlag, Ravensburg 2008
ISBN-10 3473352837
ISBN-13 9783473352838
Gebunden, 190 Seiten, 12,95 EUR

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Klappentext

Sarajewo, 2005. Der junge Student Elvis stößt auf das Tagebuch der 12-jähigen Nina, die an einem der letzten Tage des Bosnienkrieges von einer Granate tödlich getroffen wurde. Ihr Tagebuch erzählt vom Leben und Überleben im Krieg. "Warum? Sie töten unsere Seelen, die nur dafür da sind, um zu lieben. Aber trotzdem werde ich euch nicht verfluchen, weil auch ihr Väter von Kindern seid, die Frieden und Glück suchen." Die zwölfjährige Nina aus Sarajewo schreibt diese Sätze in ihr Tagebuch, wenige Tage bevor sie auf dem Schulweg durch eine Granate getötet wird. Basierend auf Ninas Tagebuch schickt der Journalist Peter Münch einen fiktiven Freund Ninas auf die Suche nach dem toten Mädchen und dem Sinn des Krieges.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2008

Dieses Buch ist eine eigentümliche und, wie die Rezensentin Eva-Maria Magel findet, auch befremdliche Mischung aus Fakt und Fiktion. Das Tagebuch der zwölf Jahre alten, in Sarajevo lebenden Nina Zeljkovic, die Ende August 1995 als eines der letzten Opfer des Jugoslawien-Kriegs ums Leben kam, existiert wirklich. Nichts daran ist sehr außergewöhnlich, seinen Wert und seinen Reiz erhält es in erster Linie als Zeugnis eines Lebens im Krieg - von dessen Gefährdungen ist oft die Rede. Nicht gelungen scheint der Rezensentin in erster Linie der Versuch, dieses Tagebuch durch die Erfindung eines Ich-Erzählers namens Elvis zu rahmen. Allzu ungelenk versuche der Autor dadurch, Lücken im Tagebuch durch Fiktionen zu füllen. Leider aber tue er das nicht selten mit "Platitüde und Pathos", so dass alles, was dieses Buch dem Originalmaterial hinzufügt, wenig Verständnishilfe bietet, so Magel.

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