Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Peter Licht

Wir werden siegen!

Buch vom Ende des Kapitalismus

Cover: Wir werden siegen!

Blumenbar Verlag, München 2006
ISBN-10 3936738238
ISBN-13 9783936738230
Kartoniert, 157 Seiten, 14,00 EUR

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Klappentext

Das erste Buch von Peter Licht ist ein Journal der Gegenwart; eine Textsammlung mit Geschichten, Gedichten, Tagebuchfetzen, Slogans und Songtexten. Peter Licht sammelt Momente, die in ihrer Privatheit immer auch den aktuellen Zustand der Gesellschaft beleuchten. Tragisches ist komisch. Und Poesie nicht von unbegrenzter Haltbarkeit - sondern von Säure durchsetzt. Zwischen Erkenntnissen über die eigene Sterblichkeit und dem Versuch, Gegenwart einzufangen (?Alles, was ist dauert drei Sekunden. Eine für vorher, eine für nachher und eine für mittendrin") steht der Chronist zwischendurch auch mal in Unterhosen da. Oder stellt trocken fest: ?Am nächsten Sonntag ist Europawahl. Ich werde England wählen." An die Tradition von Popliteraten der ersten Generation wie Rolf Dieter Brinkmann anknüpfend, entsteht das Bild einer sozial und kulturell versprengten Gesellschaft, deren Widersprüche sich im Leben des Einzelnen fortsetzen. Die titelgebende Zeile "Wir werden siegen" ist aber weniger politische Parole oder gar ironisches Zitat. Eher ein Mantra; eine Beglaubigung der eigenen Stärken.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 20.07.2006

Als "Tagebaubuch von irrlichternder Anarchie", das sich in seiner "enzyklopädischen Verve und Vernetzhäutung" nur mit der Genialiät der Tagebücher Helmut Kraussners messen könne, feiert Rezensent Albert Ostermaier seinen Schriftstellerkollegen und die in diesem Band versammelten "Gedichte, Gedankensplitter, Zeichnungen, Prosaminiaturen, Sinnsprüche, Epigramme und Songtexte" zur Zeit. Bei der Lektüre von Ostermaiers Hymne beginnt man gelegentlich allerdings um die Gesundheit ihres Autors zu fürchten. Denn er möchte dieses "Bestiarium des Beats", das ihm Deutschland und seine Phänotypen offensichtlich so gründlich durchdefiniert hat, dass er selber das Denken nur noch notdürftig ausüben will, nämlich "immer dabei haben", es "zwischen zwei Küssen lesen", mit ihm im Gras liegen und zusehen, wie zwischen den Seiten Schmetterlinge heraus fliegen oder gleich damit im Fahrstuhl stecken bleiben. Uns beruhigt dann aber, dass Ostermaier schließlich empfiehlt, doch auch mal "Tiefenschichten, Assoziationsketten, Referenzsysteme" der Texte des Bandes freizulegen, und zu diesem Zweck Kafka, Brecht, Beckett oder Arno Schmidt aus dem Bücherschrank zu nehmen.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren