Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Peter Jacob

Lieber Herr Grünberg. Oder Vom Glück, nicht geboren zu sein

Eine pessimistische Weisheit und ihre Geschichte

Cover: Lieber Herr Grünberg. Oder Vom Glück, nicht geboren zu sein

Klöpfer und Meyer Verlag, Tübingen 1999
ISBN-10 3931402371
ISBN-13 9783931402372
gebunden, 311 Seiten, 25,05 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

"Nie geboren zu sein, ist der Wünsche größter, und wenn du lebst, ist der andere, schnell wieder dahin zu gehen, woher du kamst." Sagt beispielsweise Sophokles. Aber wer hat schon dieses Glück? Unter Tausenden kaum einer! Zum Trost gibt`s für alle dieses Buch: "Lieber Herr Grünberg", das ist: ein Streifzug an den Klagemauern der Literatur entlang. Ein vornehmlich gutgelaunter Blick auf den dunklen, pessimistischen Vorhang, vor dem sich griechisches Lebensgefühl (und nicht nur dieses) entfaltet. Ein Sprung zu ägyptischen Totenbüchern, zu chinesischen Großmeistern oder zur buddhistischen Ergebenheit in Sein, Nichtsein, ewigem Werden. Musikalisch unterlegt von Meister Brahms und anderen Schwerblütern. Illustriert von griechischen Vasenmalern und garniert mit schönen amerikanischen Comics. Geschrieben vom Hundertsten ins Tausendste. Und wieder zurück.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 10.06.2000

Es klingt bei Hermann Wallmann fast wie eine Kafka`sche Parabel wenn er in seiner Besprechung berichtet, dass einst zwei "Rechtsgelehrte in einer Teepause am 26.Mai 1996" in Karlsruhe beschlossen haben zu klären, woher der Satz stammt: ?Das Beste aber ist es, nicht geboren zu werden?. Die 88 Briefe, die Herr Jacob dann an seinen Kollegen Herrn Grünberg schreibt, sind ein Galopp durch die Literatur über das "pränatale Nichts" und haben insofern, wenn man sie selbst beiseite läßt und zu den Originalen geht, meint der Rezensent, sogar "beträchtlichen lese- und lebenskundlichen Gebrauchswert". Offenbar ist Herrn Wallmann der "belesene Eklektizismus" des Herrn Jacob etwas auf den Keks gegangen.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

Mehr Bücher aus dem Themengebiet

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren