Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Peter Henning

Aus der Spur

Eine Erzählung

Cover: Aus der Spur

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000
ISBN-10 3518396560
ISBN-13 9783518396568
Taschenbuch, 124 Seiten, 7,62 EUR

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Klappentext

Fünf Tage hat Paul Hauser Zeit, sein Leben zu bilanzieren, fünf Tage, in denen er allein in dem spanischen Provinzstädtchen Cunit auf die Rückkehr seiner Frau wartet, der er eigentlich hinterherreisen wollte. Ihm bleibt nur: Warten, Bangen, Spekulieren, sich die Zeit vertreiben. Hellwach und zugleich traumverloren erkundet der Ruhelose die Umgebung, trifft Einheimische, treibt sich in den Kneipen herum. Aber alles, was er erlebt, ruft Bilder der Vergangenheit in ihm auf. Nicht nur die Ehe mit Kristina ist fragwürdig geworden; der eigene Lebensentwurf, ebenso derjenige der Freunde, die Beziehungen zu anderen Menschen überhaupt - alles wird einer radikalen Revision unterzogen. Und endlich hat der auf sich selbst zurückgeworfene Mann Gelegenheit, der Geschichte seines Vaters nachzufragen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.08.2000

Alexandra M. Kedves kann diesem Roman nicht viel abgewinnen. Ihrer Ansicht nach ist es dem Autor nicht gelungen, "eine schöne, leise Erzählung über Verpasstes" zu schreiben, wofür sie in erster Linie die Überladenheit verantwortlich macht. Denn für so eine kurze Geschichte sind die Themen, wie sie findet, einerseits zu groß, andererseits auch zu "verbraucht": Vater-Sohn-Konflikt, Tod des Vaters, eine gescheiterte Ehe. Auch der durchgängige Grauton des Buchs stört sie, die Litaneien, die selbst vor einem "Zigarettenstummel in der Kloschüssel" nicht halt machen.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.06.2000

Der Bücherrevisor Paul Hauser aus Frankfurt erlebt den Zerfall seines Lebens "als Vorstufe des Todes": ein alter Schulfreund ist gestorben, seine Frau trennt sich von ihm und sein Vater liegt im Sterben; überall trifft er zudem auf Spuren sinnloser Zerstörung und Gewalt. Stefan Reinhardt bespricht dieses Werk eines Kollegen - Hennings ist Literaturkritiker in Frankfurt am Main - mit freundlicher Sympathie. Jedoch merkt er an, dass der Roman stilistische Unebenheiten aufweist und die Dichte seines Vorgängers ("Tod eines Eisvogels") nicht erreicht.

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