Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Peter Handke

Meine Ortstafeln - Meine Zeittafeln

Cover: Meine Ortstafeln - Meine Zeittafeln

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2007
ISBN-10 3518419471
ISBN-13 9783518419472
Gebunden, 623 Seiten, 25,00 EUR

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Klappentext

Das Versetzen von Ortstafeln, das Anbringen einer neuen Aufschrift, der Streit um Gedenktage - solche Veränderungen machen deutlich, wie stark politisch-gesellschaftliche Ereignisse realer und symbolischer Landkarten und zeitlicher Bezugspunkte bedürfen. Auch das "Volk der Leser" braucht eine eigene Landkarte und die korrespondierenden Daten. Peter Handke hat in seinen Essays die Rolle des Kartografen und Chronisten der letzten vier Jahrzehnte übernommen: In Schrift-Text-Bildern breitet er in allen Dimensionen die persönliche Karte der Kunstkontinente aus - von Prosa, Drama, Lyrik, Essay, Film und bildender Kunst.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.03.2008

Den "Fehler", diesen Band als Fußnote zum Werk Peter Handkes zu lesen, macht Andreas Kilb nicht. Verstanden als Porträt des Dichters, als der "ganze Handke noch einmal", wächst und wächst das Buch in seinen Augen beträchtlich. Kilb stößt hier auf den "heiligen Zorn" wie auf das "unheilige Geschimpfe", auf Texte zur Kunst, zum Kino und zu Politischem, aber "vor allem (auf) eines: Aussagen zur Person". Am schönsten findet Kilb den Text über eine Pilgerfahrt nach Kolonos: So unspektakulär wie bezeichnend, weil Handke daraus ein "zauberisches Gelingen" macht, suchend, segnend. Oder verwandte Dichter unvergleichlich rühmend, so Kilb. Dass der Band Handkes "wichtigsten" Aufsatz, seine "Winterliche Reise" von 1996 ausspart, empfindet der Rezensent folgerichtig als echte Lücke.

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.01.2008

Dieser Band versammelt Nebenwerke des Dichters Peter Handke. Eigentlich aber, so der Rezensent Christoph Bartmann, gibt es so etwas im Werk dieses Autors gar nicht. Darum geht es durchaus auch in diesen Essays, Preisreden und anderen kleineren (in einem Fall aber, einem Artikel über Handkes Verleger Siegfried Unseld, 300 Seiten langen) Texten immer ums Ganze. Auf die polemischen Ausfälle Handkes gegen Kollegen, die Presse, die Öffentlichkeit und manchmal die ganze Welt könnte der Rezensent dabei noch am ehesten verzichten, wie er versichert. Beeindruckt zeigt er sich aber vom Leser Peter Handke, der als Leser ein Liebender sein kann. Fast interessanter noch wird es aber, so Bartmann, da, wo er Einwände erhebt, gegen Herbert Achternbusch etwa oder Arnold Stadler, um dann am Ende doch zum Lob zu gelangen. Davon würde der Rezensent gerne auch in der Zukunft noch viel lesen.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren