Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Peter Braun

Corona Schröter

Goethes heimliche Liebe. Biografie

Cover: Corona Schröter

Artemis und Winkler Verlag, Düsseldorf 2004
ISBN-10 3538071918
ISBN-13 9783538071919
Gebunden, 180 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Mit Abbildungen. Corona Schröter (1751-1802) war eine der gefeiertsten Sängerinnen ihrer Zeit und eine gefragte Schauspielerin, die als erste Goethes Iphigenie verkörperte. Außerdem malte und komponierte sie und war eine vielbewunderte, allseits umworbene Frau, bekannt und befreundet mit den wichtigsten Größen des Leipziger und Weimarer Kulturlebens. Schon früh holte Goethe sie an den Weimarer Hof, wo sie als Künstlerin und Muse eine erstaunliche, auch emanzipatorische Wirkung entfaltete. Dennoch ist wenig aus ihrem Leben bekannt. Viele Dokumente sind vernichtet. Behutsam nähert sich Braun den zahlreichen offenen Fragen - War sie Goethes Geliebte? - und liefert in dieser Lebensbeschreibung einer außergewöhnlichen Persönlichkeit zugleich ein bewegendes Bild der Epoche.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.02.2005

In Peter Brauns Biografie über Corona Schröter kann man fast alles über die Sängerin und Goethe-Freundin erfahren, konstatiert Ernst-Peter Wieckenberg, auch wenn er die Rede von "Goethes heimlicher Liebe" nicht ganz glauben will. Allenfalls "bezaubert" sei der Dichter von der Sängerin gewesen, die, als Wunderkind gefeiert, schon zu Lebzeiten vergessen war, schränkt der Rezensent ein. Er hätte sich gewünscht, dass der Autor eingehender das "mühselige Leben" der Schauspielerinnen und Sängerinnen der damaligen Zeit geschildert hätte, was dann auch ein Licht auf Corona Schröters vielleicht "tragisch" zu nennendes Schicksal geworfen hätte. Insgesamt aber ist er von dieser Lebensbeschreibung sehr angetan und er lobt sowohl die kenntnisreiche Quellenauswertung wie das Erzähltalent des Autors. Ein "lesenswertes" Buch, das eine schillernde Figur der Goethezeit "nahe bringt", so Wieckenberg eingenommen.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.11.2004

Nicht wirklich überzeugt zeigt sich Rezensent Alexander Kosenina von Peter Brauns Biografie der Sängerin und Schauspielerin Corona Schröter (1751 bis 1802). Zuwenig, so sein Hauptkritikpunkt, rücke Braun das Künstlerleben Coronas vom Kraftfeld Goethes ab, um sie zum selbständigen Subjekt einer Geschichte machen zu können. Mit der im Untertitel ("Goethes heimliche Liebe") angekündigten Liaison dangereuse ist es nach Kosenina nicht weit her. Aus Mangel an Beweisen gebe es kaum Aufregenderes zu berichten, als dass Goethe Corona das Schlittschuhlaufen beibrachte. Brauns Klage, dass in Goethe-Biografien von Corona immer nur am Rande die Rede sei, mag sich Kosenina nicht anschließen, schließlich wisse man über ihr Verhältnis zu Goethe einfach zuwenig, zumal ihre eigene Lebensbeschreibung verloren sei. Kosenina gibt zu bedenken, dass Corona als Sängerin, Komponistin oder gar Malerin vielleicht eine Würdigung verdient habe, vertonte sie doch Texte von Herder, Goethe, Klopstock, Matthisson, Schiller und anderen. Braun erwähne das zwar, bedauert Kosenina, gehe aber nicht näher darauf ein. "Hier", resümiert der Rezensent, "hätte ein Künstlerporträt anzusetzen, und zwar unabhängig von Goethe."

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26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

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19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

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12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

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