Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Per Oehrgaard

Günter Grass

Ein deutscher Schriftsteller wird besichtigt

Cover: Günter Grass

Zsolnay Verlag, Wien 2005
ISBN-10 3552053387
ISBN-13 9783552053380
Gebunden, 202 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Dänischen von Christoph Bartmann. Per Oehrgaards großer Essay über Günter Grass würdigt den deutschen Nobelpreisträger aus europäischer Perspektive. Er verfolgt das Leben des Autors von seinen Anfängen bis heute, von der frühen Lyrik und der Danziger Trilogie bis zum Nobelpreis und der jüngsten Novelle "Im Krebsgang". Dabei sind Leben und Werk nicht zu trennen, der Schwerpunkt liegt hier jedoch auf dem Werk selbst. Das Buch des Germanisten und Grass-Übersetzers Oehrgaard, 2001 mit dem Henrik-Steffens-Preis ausgezeichnet, ist nicht nur Grass-Kennern, sondern auch als Einführung zu empfehlen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.07.2006

Rundum glücklich ist Friedmar Apel mit dieser Günter-Grass-Biografie des dänischem Germanisten und Grass-Übersetzers Per Ohrgaard. Dessen souveräne Kenntnis des Schriftstellers und seines Werks sowie die gelungene Darstellung haben ihn überzeugt. Er bescheinigt Ohrgaard, Grass' Leben und Werk unberührt von allen germanistischen Moden als Einheit zu betrachten und Grass dabei als "quicklebendigen Autor" vorzustellen. Ohrgaards Einschätzung des Schriftstellers als großen Erzähler mit genauer Beobachtungsgabe und ethischen Prinzipien kann Apel nur zustimmen. Ohrgaads "gelassene Bewunderung" für Grass scheint dem Rezensenten nicht unangebracht.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.05.2005

Helmut Böttiger beneidet die Studenten des Literaturwissenschaftlers Per Oehrgaard. "Zwingend", "unkompliziert" und "einfallsreich" - so schreibt der Däne, meint Böttiger, und sein Buch über Günter Grass findet er als Einführung in dessen Werk wunderbar geeignet. Wohltuend die fremde, die dänische Perspektive des Werkes, die Grass herausnimmt aus dem hierzulande herrschenden Parteiengezänk um den Nobelpreisträger. Auch wie Oehrgaard dem Leser das Frühwerk erschließt, die literarischen Verfahren Grass' namhaft macht und zeigt, wie die Zeit in den Texten zum Raum wird und "Zeitschneisen" sich öffnen - das alles ist für Böttigers Empfinden sehr gelungen. Nur gelingt es dem Autor nicht restlos überzeugend, bedauert der Rezensent, auch für die späteren Werke derartig schlüssige Lösungen anzubieten. Die zunehmende Politisierung und die damit einhergehenden poetologischen Veränderungen zwischen der "Danziger Trilogie" und "Örtlich betäubt" versteht er nicht in seine Theorien zu integrieren. Auch dass beispielsweise die Kritik an "Ein weites Feld" sich durchaus auch an der Sprache des Romans festmachte, lässt der Däne außen vor.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren