Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Brasilianischen von Maralde Meyer-Minnemann. Das Abenteuer einer unglücklichen Frau, die die Schönheit des Lebens entdeckt. Eine große Liebeserklärung an das Glück in jedem von uns.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.07.2000
Das ist eine von diesen Rezensionen, die mit dem Satz beginnen "Das ist eines jener Bücher..." und dann im Laufe der Kritik den Lesern ein paar Sätze aus eben jenem Buch um die Ohren hauen und sagen: Nun, lieber Leser, liebe Leserin, entscheide du selbst, wie du das findest, und dann stehen wir da, wir Leser, und finden das gar nicht komisch, weil wir gar nicht wissen, was wir davon halten sollen, weil die Sätze aus dem Zusammenhang gerissen sind. Wir könnten das jetzt auch so machen, einfach ein paar Sätze aus der Rezension zitieren, und dann bitte, liebe Leser, entscheiden Sie, aber wir wollen jetzt doch mal eingreifen und einfach behaupten, Jochen Jung hat mit dem Buch von Paulo Coelho nicht viel anfangen können. Die Stichworte, die er zur Inhaltsangabe mit auf den Weg gibt, lauten: Selbstmordversuch, Psychiatrieaufenthalt und der Weg zu mehr Gelassenheit und mehr Orgasmen. Klingt irgendwie nach Nachhilfe, oder?
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.05.2000
Das ist ein satter und fundierter Verriss geworden! Der Brasilien-Spezialist Carl D. Goerdeler versucht dem Erfolgsphänomen Paulo Coelho auf den Grund zu gehen, der mit seinen esoterisch angehauchten Büchern nicht nur in seiner südamerikanischen Heimat, sondern weltweit auf Bestsellerlisten rangiert. Coelho, ein Kind der brasilianischen Oberschicht und als Jugendlicher von seinen Eltern in die Psychiatrie abgeschoben, gehe es aussschließlich um die eigene, mit europäisch-christlicher Heilsmystik verbrämte Sinnsuche. Das sei legitim, und unter diesem Gesichtspunkt hält Goedeler Coelhos neuesten Roman "Veronika beschließt zu sterben" immerhin für seinen ehrlichsten. Wie jedoch Coelho seinen spirituellen Pfad beschreite, das sei "so blass und so hölzern", dass es dem Autor dabei glatt die Sprache verschlagen zu haben scheint: Diese sei völlig plakativ und blutleer und vermeide zudem jeden Bezug zur sozialen Realität des Landes. Völlig "clean", stöhnt der Rezensent.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.05.2000
Wenig Begeisterung kann Wolfgang Schneider für dieses Buch aufbringen. Es erscheint ihm wie ein "Lehrstück", wie eine Art Lebensratgeber in Romanform, dessen Botschaft "Lasse Dich von Anpassungszwängen nicht vom eigenen Weg und deinen Träumen abbringen" ihn spürbar zu ermüden scheint. Ihm missfällt die "holzschnittartige" Erzählweise, das allzu stark Vereinfachende. Als Beispiel dafür führt er die Ratschläge des Sufi-Meisters Nasredin an, der der verzweifelten Veronika mit auf den Weg gibt: `Das ist das, was du bist, und nicht das, was die anderen aus dir gemacht haben`, und die verhinderte Selbstmörderin mit den Worten antwortet: `Danke, dass du meinem Leben einen Sinn gegeben hast`. Über den ungewöhnlichen Schauplatz des Geschehens, Ljubljana, habe der Autor nur wenig zu sagen. Allerdings findet Schneider den Ort nicht unpassend gewählt. Dort sei die "Normalität" schließlich noch "brüchiger als andernorts".
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26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen








