Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Paul Moraux

Der Aristotelismus bei den Griechen

Band III: Alexander von Aphrodisias. Von Andronikos bis Alexander von Aphrodisias

Walter de Gruyter Verlag, Berlin 2002
ISBN-10 3110168227
ISBN-13 9783110168228
Gebunden, 650 Seiten, 198,00 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Jürgen Wiesner.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.06.2002

In der spätantiken Philosophie, weiß Rezensent Thomas Sören Hoffmann zu berichten, war es nicht verpönt, auf die eigene Originalität zu verzichten und sich als Sprachrohr und Exeget der großen Denker zu verstehen - im Gegenteil. Auch Alexander von Aphrodisias (um 200 n.Chr.), dem Paul Moraux sein Buch gewidmet hat, gehört zu dieser Exegeten-Tradition. Ihm verdankt die "Nachwelt" Referate von verschollenen Aristoteles-Texten. Bemerkenswert findet Hoffmann, dass Moraux sich vor allem den noch nicht eingehend erforschten Gebieten des aristotelischen Denkens in der Alexander-Rezeption widmet. Dass bedingt, dass Moraux kein lückenloses Kompendium bietet, aber auf jeden Fall, lobt Hoffmann, eine "umfassende" Dokumentation über Moraux' Beschäftigung mit den Begriffen der Zeit, der Seele und der Metaphysik bei Alexander. Der Rezensent bedauert allerdings, dass das Ethik-Kapitel, mit dem der verstorbene Moraux sich nicht mehr auseinandersetzen konnte, unter fremder Feder in den Band aufgenommen wurde. Hier komme es zu einem Stilbruch, der nach Ansicht des Rezensenten hätte vermieden werden können, wenn das Ethik-Kapitel im geplanten Supplement-Band erschienen wäre, anstelle des Registers, das der Leser, so Hoffmann, "schmerzlich vermisst". Versöhnlich jedoch das Fazit: Lange hat die Forschung auf diesen Band gewartet - zu Recht.

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