Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Kinsky erzählt die Geschichte eines Mannes um die 30. Er kommt aus gutem Hause, einem Umfeld mit Tradition. Seine Eltern lassen sich scheiden, als er ein kleines Kind ist. Seine Mutter wird Missionarin und zieht mit ihm durch die U.S.A.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 21.06.2007
Angetan zeigt sich Rezensent Nico Daniel Schlösser von Paul Divjaks Debütroman über einen adeligen Schulabbrecher, der als sechzehnjähriger Überflieger an der Wiener Börse einen Haufen Geld macht, Broker in London und New York wird und schließlich als Privatagent in Serbien ermittelt. Dieser Graf "Kinsky" scheint ihm das Gegenteil der zögernden und zweifelnden Protagonisten, die in den vier Prosaanläufen des Autors bisher die Hauptrolle spielten. Doch dieser Eindruck trügt ein wenig. Hinter dem temporeichen, zu Übertreibungen neigenden Dauermonolog des jungen Grafen, der im Gestus der Gewissheit seine Erkenntnisse über Wirtschaft, Politik und organisiertes Verbrechen zum Besten gibt, findet Schlösser nämlich eine "zunächst verdeckte Bedeutungsschicht". Kinskys scheinbar selbstsicherer Vortrag wird für ihn verständlich als "Pose der angenommenen Berufsrollen", als von "sprachlichem Aktionismus umhüllte Unsicherheit". So sieht er auch in diesem Buch des Wiener Autors eine Rückkehr des Zweifel, der den Roman für ihn richtig spannend macht.
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