Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Patricia Melo

Wer lügt gewinnt

Roman

Cover: Wer lügt gewinnt

Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 1999
ISBN-10 3608935223
ISBN-13 9783608935226
gebunden, 217 Seiten, 16,36 EUR

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Klappentext

Fulvia ist Schlangenzüchterin und sonst sehr nett. Das jedenfalls findet Guber, ein ambitionierter, wenn auch mäßig erfolgreicher Krimiautor, als er Fulvia im Schlangeninstitut besucht. Er recherchiert gerade Gifte für einen Mord. Es sollte etwas möglichst Originelles sein. Denn sein Verleger ist in letzter Zeit ziemlich unzufrieden mit den Manuskripten. Fulvias Charme ist allerdings nicht völlig selbstlos. Sie interessiert sich für Kriminalfälle, weil sie selbst ein kleines Problem hat: Sie versucht seit einiger Zeit, bisher erfolglos, ihren Mann Ronald umzubringen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999

In einer schwungvoll geschriebenen Rezension fasst Kyra Stromberg zunächst sehr unterhaltsam den Inhalt der Geschichte zusammen. Dabei findet sie Melos Roman - abgesehen von den Nebenfiguren und Dialogen - so witzig gar nicht. Sie bemerkt durchaus den "spöttisch-kritischen Blick", den die Autorin hier auf die brasilianischen Verhältnisse werfe, auch wenn dieser Blick nicht ganz so "düster" sei, wie in Melos Erstlingswerk "O Matador". Stromberg findet das Buch spannend wie einen Krimi - obwohl es trotz der Morde kein Krimi ist. Denn Morde müsse man hier gar nicht groß verstecken: Man begeht sie, verdrängt und vergisst sie, und die Gesetzeshüter drücken auch ein Auge zu. Melos Blick auf die brasilianische Gesellschaft ist in Strombergs Augen nicht mehr als "knapp wohlwollend".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

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