Bücherschau der Woche
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Klappentext
Aus dem Englischen von Gerhard Meier. Im Frühjahr 2012 wurde es endlich eröffnet - Orhan Pamuks "Museum der Unschuld". Ausgehend von seinem großen Liebesroman gleichen Titels, in dem Gegenstände aus der Alltagskultur der Türkei eine prominente Rolle spielen, wird Pamuks Sammlung nun dauerhaft in der Istanbuler Altstadt ausgestellt. Seine einzigartigen Objekte beschreibt Pamuk in diesem Buch: Durch alte Postkarten und Filmplakate, Hunderte von hinreißenden Fotografien und skurrile Gegenstände lässt der Literaturnobelpreisträger 2006 das geliebte Istanbul seiner Jugend aufleben, das in der brummenden Metropole von heute aufgegangen ist. Alle, die in die aufregende Stadt am Bosporus reisen, sollten dieses Vademecum dabeihaben: Schöner und hingebungsvoller kann eine Stadt nicht gezeigt werden.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Orhan Pamuk: "Die Unschuld der Dinge" - mehr Infos bei Hanser
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.03.2013
Hubert Spiegel ist schlichtweg begeistert von diesem Projekt Orhan Pamuks, das der Autor bereits seit mehr als dreißig Jahren verfolgt. Das Museum, das Kemal, der Protagonist aus Pamuks Roman "Das Museum der Unschuld", seiner großen Liebe Füsun als Monument seiner Liebe errichtet, hat Pamuk in Istanbul gebaut, erklärt Spiegel, real, es steht in der Cukurcuma-Straße. "Die Unschuld der Dinge" ist der Bildband zum Museum, in dem auch seine Entstehungsgeschichte geschildert wird. Noch bevor Pamuk seinen Roman über Kemal und Füsun geschrieben hatte, ist er über die Flohmärkte Istanbuls geschlendert und hat jene Dinge gesammelt, die er in seinem Buch später vorkommen lassen wollte und die sich jetzt auch im realen Museum finden, berichtet der Rezensent. So ist einerseits eine Sammlung von Alltagsgegenständen entstanden, mit denen sich die westlich orientierte "Jeunesse dorée der siebziger Jahre" umgeben hat, andererseits hat die Romanwelt Einzug in die Realität gefunden, freut sich Spiegel und stellt sich vor, dass er in Istanbul nach dem Haus von Füsun fragt und den Weg zum Museum gewiesen bekommt. Eine Warnung möchte der Rezensent aber noch los werden: wer den Bildband "Die Unschuld der Dinge" liest, wird danach unbedingt auch das Museum der Unschuld in Istanbul besuchen wollen, ist er sich sicher.
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