Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Olympe de Gouges

Die Rechte der Frau und andere Schriften

Cover: Die Rechte der Frau und andere Schriften

Parthas Verlag, Berlin 2006
ISBN-10 386601273X
ISBN-13 9783866012738
Gebunden, 192 Seiten, 24,00 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Gabriela Wachter und übersetzt von Vera Mostowlansky. Illustrationen von Annette Meurer. Der Band enthält sämtliche Schriften von Olympe de Gouges. Die Nachwelt wollte kein gutes Haar an ihr lassen, als sie am 3. November 1793 auf dem Schafott starb. Der "Moniteur" schrieb: "? das Gesetz wird diese Verschwörerin wohl dafür bestraft haben, dass sie vergessen hatte, was sich für ihr Geschlecht geziemt." Und noch 1904 wird sie von Alfred Guillois als Fall für die Psychatrie angesehen (Paranoia reformatoria), er bescheinigt ihr: "Eine Mischung von gesunden und prophetischen Gedanken und Ideen, die schon vom Wahnsinn geprägt sind; ? Ihre Ideen über den Feminismus sind ? Ausdruck einer übersteigerten Phantasie und bilden ein Bindeglied zwischen Vernunft und Tollheit." Was hatte sie gesagt, was getan?
Neben Theaterstücken und zahlreichen Pamphleten, mit denen sie sich aktiv an der Französischen Revolution beteiligt, veröffentlicht sie im September 1791 ihre berühmte "Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin". Die Schrift ist ihre Antwort auf die - allein auf die Männer bezogene - Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte des Jahres 1789.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.06.2007

Rezensent Manfred Schwarz ist vollkommen verliebt in die temperamentvolle Olympe de Gouges (1748-1793). Für ihre neu herausgegebenen politischen Schriften kann er sich nur bedingt begeistern. Die femme des lettres und Frauenrechtlerin stand stark in der Tradition der Frauen des 18. Jahrhunderts, die mit großer Selbstverständlichkeit am politischen, intellektuellen und kulturellen Leben teilnahmen, wie der Referent einführend erklärt. Doch mit der Französischen Revolution wurde den Frauen dieser Platz wieder entzogen: Olympe de Gouges wurde im Zuge der Revolution als Aristokratin diffamiert und 1793 guillotiniert. Für die schillernde Persönlichkeit de Gouges', "diese Undressierte, die für Frauen die gleiche Freiheit wie für Männer fordert, die Marat beschimpft und Robespierre öffentlich geißelt", hat der Rezensent sehr viel übrig. Ihre Texte jedoch leiden an einem "allzu gespreizten" pathetischen Ton, so Schwarz, der jedoch gleich entschuldigend hinterherschiebt, dass man in jenen Revolutionsjahren halt nicht so viel Zeit für Stilfragen aufbringen konnte. Er ist jedenfalls beeindruckt von de Gouges' politischem Engagement und ihrem Mut, der sich exemplarisch in ihrer "Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin" von 1791 zeige. Nur über die "albernen Illustrationen" im Buch ärgert er sich.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

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