Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Oliver Schröm

Gefährliche Mission

Die Geschichte des erfolgreichsten deutschen Terrorfahnders

Cover: Gefährliche Mission

Scherz Verlag, Frankfurt am Main 2005
ISBN-10 3502150168
ISBN-13 9783502150169
Gebunden, 320 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Seine Existenz ist geheim. Selbst im Bundeskriminalamt (BKA) wissen nur eine Handvoll Personen, was er wirklich macht. Auf Kommando schlüpft er in eine andere Identität, die ihm über die Jahre zur zweiten Haut geworden ist. Richard Böttcher ist der Mann für heikle Missionen. Kein Fahnder hat in den vergangenen 25 Jahren mehr Attentate aufgeklärt, mehr Terroristen und ihre Hintermänner hinter Gitter gebracht. Er kam dem berüchtigten Terroristen Carlos auf die Spur, deckte die Wahrheit über die dritte RAF-Generation auf und verhinderte Anschläge von Palästinenserorganisationen. Heute ermittelt der BKA-Beamte auch im Auftrag der UN und fahndet nach Mitgliedern von internationalen Terrorganisationen. Exklusiv offenbarte der BKA-Fahnder dem Journalisten und Buchautor Oliver Schröm Hintergründe und Abläufe bislang streng geheim gehaltener Anti-Terror-Operationen.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.03.2006

Was Oliver Schröm über den "erfolgreichsten deutschen Terroristenfahnder" mit dem Decknamen Richard Böttcher erzählt, klingt wie ein Krimi oder ein Kinofilm, meint Dorothea Heintze. Denn der Autor hat keinen "trockenen Tatsachenbericht" über die Fälle von Böttcher geschrieben, sondern eine mit "viel Phantasie" und plastischen Details angereicherte, atemberaubende Geschichte, so die Rezensentin, die zwar feststellt, das Schröm mitunter etwas "dick aufträgt", die aber gleichwohl bekennt, dass man das Buch "nur ungern aus der Hand legt". Die politischen Fakten der geschilderten Fälle wie die Verhaftung des Terroristen Carlos oder seines Stellvertreters Johannes Weinrich sind alle bekannt, doch klingt deren Schilderung dennoch absolut unglaublich und kinotauglich, so Heintze gebannt. Besonders fesselnd fand sie die Schilderung der Kooperation Böttchers mit dem "mittlerweile weltberühmten Staatsanwalt" Detlev Mehlis, mit dem zusammen Böttcher einige seiner aufregendsten Terroristenfänge machte.

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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 15.10.2005

Als "Dokuthriller" charakterisiert Rezensent Kolja Mensing dieses Buch über das Leben des angeblich "erfolgreichsten deutschen Terrorfahnders" aller Zeiten, das der Journalist Oliver Schröm vorgelegt hat. Wie Mensing berichtet, hat der Mann mit dem Pseudonym Richard Böttcher in Beirut den wichtigsten Zeugen für die Landshut-Entführung aufgespürt, ist Carlos auf die Spur gekommen und bis ins Herz von Al-Fatah vorgedrungen. Schröm schildere größtenteils Ereignisse der Achtziger- und Neunzigerjahre. Die weltweite Fahndung nach Terroristen gestalte sich hier wie eine Art Katz-und-Maus-Spiel, und die größten Probleme in der Welt von Böttcher seien die Inkompetenz der Vorgesetzten und die mangelnde Absprachen der verschiedenen Dienststellen. Das Versprechen des Autors, mit Informationen über "bislang streng geheim gehaltene internationale Terror-Operationen" aufzuwarten, klingt für Mensing "wie das Echo einer vergangenen Zeit". Schließlich sei seit dem 11. September die "Wahrheit" über den Terrorismus hinter staatlicher Propaganda, unzähligen Verschwörungstheorien und dem Gefühl einer diffusen Bedrohung zurückgetreten.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren