Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Der neue Essay-Band des Gießener Philosophen: eine Fortsetzung seiner Kompensationsphilosophie, in immer wieder überraschenden, bemerkenswerten Facetten. Auch über diesem Band könnte als Motto stehen: "Philosophie ist, wenn man trotzdem denkt."
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 10.08.2000
Ludger Heidbrink verteidigt den Autor gegen seine Kritiker, indem er dessen Kompensationsphilosophie attestiert, sie sei "zeitgemäßer denn je". In seiner Aufsatzsammlung lege Marquard dar, dass der "kompensierende Mensch" die Mängel seiner Lebenswelt nicht durch revolutionäre Umwälzungen, sondern durch Kompensation, also durch "umweghafte Reaktionen" auszugleichen suche. Diese Reaktion wird nach Meinung des Rezensenten von Gesellschaftskritikern zu Unrecht als unkritische, nur bejahende Haltung verworfen. Marquard zeige, dass sie vielmehr kulturkritisch zu verstehen sei und die Möglichkeit berge, die "inneren Widersprüche unserer Zeit" freizulegen, so der Rezensent anerkennend.
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.08.2000
Martin Meyer erläutert Odo Marquards "Philosophie des Stattdessen" als eine Art des sich Einschickens in die Unvermeidlichkeit bestimmter Zwänge und zugleich als eine Suche nach einem Regulativ, das die Soll- mit der Habenseite des Lebens wenn nicht in Einklang, so ins Gleichgewicht bringt. Einer dieser Zwänge ist die Zeit - und statt wie mancher Philosoph Zeit seines Lebens an einem großen Werk zu schreiben, scherzt Meyer, ziehe Marquard die kleine essayistische Form vor. Der Rezensent ist beeindruckt von den zwölf Skizzen, mit denen der Giessener Philosoph seine "skeptische Anthropologie" auf gelehrte wie vergnügliche Weise umreiße. Einer der zentralen Begriffe bei Marquard heißt Kompensation, womit er das Thema des Regulativs und der Lebensdienlichkeit quer durch die Geschichte verfolgt. Marquards "Theorie der Balancen", wie Meyer es nennt, sieht der Rezensent aufs Schönste im letzten der zwölf Aufsätze überprüft und bewahrheitet, in dem Marquard das Selbstporträt des Philosophen als alter Mann entwirft.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.07.2000
Peter Vogt ist begeistert von diesem Buch, das kein schwergewichtiges "opus magnum" darstelle, sondern "Gelegenheitsarbeiten" im besten Sinne anbiete. Es sei die perfekte Lektüre in dieser schnelllebigen Zeit. Obwohl sich die Aufsätze durch "fehlende theoretische Kohärenz" und "mangelnde Systematik" auszeichneten, werde dieser Mangel durch den hohen "Gebrauchswert" dieser Texte mehr als aufgewogen, schwärmt der Rezensent. Er preist Marquards Fähigkeit, trotz großer "philosophischer Weisheit", die in seinen Texten zum Ausdruck käme, lesbar und stilistisch gekonnt zu schreiben und empfiehlt dieses Buch uneingeschränkt, besonders als "Entlastung vom Lebensernst".
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Krisen des modernen Ichs
26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3
07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen
Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen







