Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Nuala O'Faolain

Nur nicht unsichtbar werden

Cover: Nur nicht unsichtbar werden

Rowohlt Verlag, Berlin 2000
ISBN-10 3871343773
ISBN-13 9783871343773
gebunden, 253 Seiten, 18,41 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Renee Zucker. Nuala O?Faolain wächst auf als eins von neun Kindern in einer Familie, die geradewegs auf den Abgrund zusteuert. Die Mutter, eine Trinkerin, hat vor dem Mangel an Geld und Liebe kapituliert. Der Vater, ein bekannter Journalist, ein Bohemien und ein "kleiner Gott" in seiner Welt, schlägt seine Söhne und schickt Nuala, die die Tanzhallen, die zugigen Straßen am Hafen und die Männer liebt, auf die Klosterschule. Nuala rebelliert gegen das Lebensmuster, das im katholischen Irland für Frauen vorgesehen ist: Heirat und Kinder, Alkohol und Gewalt. Und doch sucht sie immer wieder Zuflucht in Affären und trinkt, bis ihr das Leben zu entgleiten droht. Sie studiert in Oxford und arbeitet in Teheran, wird Journalistin und Fernsehproduzentin, aber ihre Liebesbeziehungen scheitern alle. Und dann trifft sie Nell und entdeckt mit ihr zusammen die Welt, bis sie sich trennen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.05.2000

Maria Frisé sieht in dieser Autobiographie einen weiteren Beleg für die Konjunktur, die irische Schriftsteller zur Zeit haben. Sie fühlt sich an McCourts "Die Asche meiner Mutter" erinnert, der dieses Buch ausdrücklich empfohlen hat, wie die Rezensentin mitteilt. Die Autorin ziehe in der Beschreibung "selbstkritisch und aufrichtig Bilanz", lobt Frisé. Die irische Gesellschaft werde mit kritischem Blick gesehen, auch wenn manche Entwicklungen von den persönlichen Krisen O´Faolains überdeckt würden. Die Rezensentin schwärmt von den lebendigen Schilderungen einer schwierigen irischen Kindheit und Jugend und beurteilt diese Autobiographie als "offenherzig und spontan, gleichzeitig aber auch nachdenklich und kritisch".

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 13.05.2000

Das Buch sei zuweilen etwas trocken und additiv geschrieben, meint der Rezensent mit dem Kürzel "BvL." in einer Kurzkritik des Bandes, auch enthalte es Porträts einiger anglo-irischer Zelebritäten, die die deutschsprachigen Leser kaum interessieren könnten. Aber was der Rezensent schätzt, ist, wie O?Faolain ihren Aufstieg aus einfachsten Verhältnissen zu einer bekannten Journalistin schildert und wie prägnant und zornig sie die Frauenfeindlichkeit und Heuchelei der irischen Gesellschaft ihrer Jugendzeit darstellt.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren