Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Norbert Leser

Der Sturz des Adlers

120 Jahre österreichische Sozialdemokratie

Cover: Der Sturz des Adlers

Kremayr und Scheriau Verlag, Wien 2008
ISBN-10 3218007852
ISBN-13 9783218007856
Gebunden, 222 Seiten, 23,00 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Norbert Leser, dessen Werke wegen ihrer kritischen Auseinandersetzung mit der österreichischen Sozialdemokratie stets große Aufmerksamkeit erregen, lässt in seinem neuen Buch 120 Jahre sozialdemokratische Partei Revue passieren. Geboren 1933, hat Leser viele politische Entwicklungen selbst hautnah erlebt und der Partei immer wieder wesentliche Impulse gegeben. Packend erzählt er von seiner engen Freundschaft mit Julius Deutsch, von der Ära Pittermann und dem Fall Olah, von seiner Beziehung zu Bruno Kreisky und Hertha Firnberg u. v. m. Der theoretische Tiefgang und der seelische Höhenflug, die die Partei bis zur Ära Kreisky charakterisierten, sind, so Leser, in den vergangenen 25 Jahren abhanden gekommen. An der heutigen Partei übt Leser harsche Kritik, denn: Die Ideale der Vergangenheit, zugunsten der materiell Benachteiligten zu arbeiten, sind dem Politpragmatismus gewichen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.10.2008

Rezensent Wolfgang Taus zeigt sich alles in allem ganz angetan von dieser kritischen Zustandsbeschreibung der österreichischen Sozialdemokratie, die Norbert Leser, selbst langjähriges Parteimitglied, verfasst hat. Zwar empfiehlt Taus dem Leser eine "kritische Distanz", doch wenn man die aufbringt, lohnt sich die "wortgewaltige Abrechnung" seiner Meinung nach. Er schätzt das Buch als "wichtiges Zeitdokument" und "flüssig zu lesen". Leser argumentiert in den Augen des Rezensenten zwar manchmal "widersprüchlich", aber eben durchaus auch "scharfsinnig" - vor allem, wenn er um die Bewertung einzelner, für die Parteigeschichte wichtiger Personen geht.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren