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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Norbert Fintzsch, James O. Horton, Lois E. Horton
Von Benin nach Baltimore
Die Geschichte der African Americans
Klappentext
Hierzulande ist wenig bekannt über die Geschichte der Versklavung von Afrikanern. Norbert Finzsch, James und Lois Horton schildern die Geschichte der "African Americans" von den Anfängen des transatlantischen Sklavenhandels im 15. Jahrhundert bis in die neueste Zeit. Die Autoren schlagen einen weiten Bogen: von den afrikanischen Hochkulturen über die wirtschaftliche und demographische Entwicklung in Britisch-Nordamerika, den Bürgerkrieg und die Abschaffung der Sklaverei bis hin zu Bürgerrechtsbewegung und Black Power. Neben die Auswertung historischen Quellenmaterials und Sekundärliteratur treten bewußt eingesetzte narrative Elemente: Mit Auszügen aus Lebensbeschreibungen ehemaliger Sklaven, die die berüchtigte "Mittelpassage" und das Leben auf den Tabak- und Baumwollplantagen schildern.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.08.2000
Jürgen Schmidt bespricht in einer Sammelrezension zwei Bücher, die sich mit der Geschichte der Schwarzen in Amerika seit dem Ende des Bürgerkrieges 1865 befassen: "Von Benin nach Baltimore" von Finzsch/Horton (Hamburger Edition) und "Von der Sklaverei zur Freiheit" von Franklin/Moss jr. (Ullstein).
Seit Jahrzehnten, so der Kritiker, habe es auf dem deutschen Buchmarkt keine zusammenfassende Darstellung dieses Themas mehr gegeben. Aufbau und Struktur beider Bücher ist nach Ansicht des Rezensenten fast identisch, das Themenspektrum beider Bücher "beeindruckend breit". Detailliert schilderten beide Bücher Ereignisse und Personen. Welches der beiden Bücher man wählt, scheint egal zu sein - man wird offenbar von beiden gut informiert. Als Entscheidungshilfe lässt uns Schmidt noch wissen, dass Hope und Moss jr. wesentlich unbefangener mit dem Thema umgingen. Besonders beeindruckte den Rezensenten das "Sendungsbewusstsein" in den letzten Abschnitten: in ihrem Kampf um Freiheit und Gleichheit, meinen die Autoren, hätten die Afroamerikaner das ganze Land weitergebracht. Finzsch und Horton dagegen profitierten von dem älteren Klassiker und seien die kürzere Zusammenfassung.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.10.1999
Andreas Eckert bespricht in seiner Rezension Edward Balls "Die Plantagen am Cooper River" zusammen mit "Von Benin nach Baltimore" von Norbert Fintzsch, James Horton und Lois Horton. Denn beide, so Eckert widmen sich einem Thema, das in der deutschsprachigen Literatur bisher nur in hoffnungslos veralteten Studien behandelt wurde: Der Geschichte der afrikanischen Sklaven in den USA..
1) Norbert Fintzsch/James Horton/Lois Horton: "Von Benin nach Baltimore"
Das Buch des Autorentrios Fintzsch, Horton und Horton lobt Eckert als "kompetente, anspruchsvolle, trotzdem gut lesbare und thematisch weit gespannte Darstellung". Besonders würdigt er, dass die Afroamerikaner nicht nur als passive Opfer dargestellt werden. Laut Eckert erscheinen sie als aktive Akteure in einem zwar ungleichen, aber nicht völlig einseitigen Beziehungsgeflecht von Weiß und Schwarz.
2) Edward Ball: "Die Plantagen am Cooper River"
Edward Balls Versuch, anhand der eigenen Familiengeschichte die Sklaverei und ihre Folgen zu dokumentieren, hält Eckert zwar im Ansatz für ein spannendes und kühnes Projekt. Aber er Balls Sprache als zu hölzern und daher "den emotionalen und moralischen Ironien seines so reichen Materials zuweilen nicht angemessen".
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