Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Noelle Chatelet

Das Sonnenblumenmädchen

Roman

Cover: Das Sonnenblumenmädchen

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2000
ISBN-10 3462028782
ISBN-13 9783462028782
gebunden, 174 Seiten, 15,29 EUR

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Klappentext

In diesem Sommer ist man unter Frauen, Mutter und Tochter und Freundinnen. Aber es gibt auch ein wunderbares Geheimnis - Mathilde hat sich verliebt, zum ersten Mal in ihrem sechsjährigen Leben. In Remi. Er ist sieben, ein Junge mit einer imponierenden Zahnlücke und einem viel zu großen Hemd.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.04.2000

An die subtilen Filmkomödien Eric Rohmers fühlt sich der Rezensent mit dem Kürzel "Tlx" beim Lesen dieses Sommerromans von Noelle Châtelet erinnert, in dem eine altkluge Sechsjährige Ferien auf dem Bauernhof und erste Erfahrungen in der Liebe macht. Da sträubt sich Mathilde gegen die geplanten Sommerferien in der Provence, kommt dann doch auf den Geschmack, als sie Remi und Bénédicte kennenlernt und fällt aus allen Wolken, als die Ferien plötzlich zu Ende gehen: eine kleine Katastrophe für die junge Dame vom Schlage einer Zazie, die hier allerdings, schreibt "tlx", die "Metro gegen einen Kuhstall eingetauscht" hat. Châtelet gelingt es, meint "tlx ", sich mit "ihrer naiv gehaltenen Sprache" ohne großes Getue "in den Kokon kindlicher Denk-und Fühlweise" einzufühlen.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.03.2000

Margrit Irgang schwärmt von diesem Roman, den sie ganz in die Farben der Provence, vor allem das Sonnenblumengelb gestaucht sieht. Mit großem Erstaunen berichtet sie, wie glaubhaft es Chandernagor gelinge, die Liebesgeschichte eines sechsjährigen Mädchens in den Sommerferien zu erzählen - als Erklärung dazu fällt ihr ein, dass Chandernagor die Symptome der Verliebtheit genau wie bei einer Erwachsenen schildere, die Konkurrenz zur siebenjährigen Bénédicte, die so verdammt hübsch ist, die Erfahrung, dass es nicht tunlich sei, sich in seinem Gefühlsüberschwang ausgerechnet der besten Freundin zu öffnen - all das, so die Rezensentin, seien Wirren und Wahrheiten der Verliebtheit, die eine erwachsene Frau nur bestätigen könne.

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