Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Murray N. Rothbard

Das Schein-Geld-System

Cover: Das Schein-Geld-System

Resch Verlag, Gräfelfing 2000
ISBN-10 3930039729
ISBN-13 9783930039722
Taschenbuch, 160 Seiten, 14,32 EUR

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Klappentext

Mit einem Nachwort von Jörg Guido Hülsmann. Die Diskussion über die Europäische Währungsunion hat sich in viel zu eng gesteckten Bahnen vollzogen. Europas Bürger haben in der Tat nicht nur die Wahl zwischen einem nationalstaatlichen und einem europastaatlichen Papiergeld. Grundsätzlich steht jedes Gemeinwesen vor der Wahl, ob es überhaupt ein Geld des Staates oder ein Geld des Marktes haben will. Dies ist die Kernaussage von Murray Newton Rothbards Buch. Für Rothbard lautet die Kernfrage zum Geld nicht, ob die staatliche Geldpolitik besser das Preisniveau oder die Geldmenge stabilisieren sollte. Sie lautet vielmehr, ob es im Geldwesen überhaupt eine Rolle für den Staat gibt. Wer dem Staat das Geld anvertraut, öffnet Tür und Tor für eine totalitäre Kontrolle der Gesellschaft durch jene Interessengruppen, die innerhalb des jeweiligen Staatsapparates den Ton angeben. Die Folgen sind Wirtschafts- und Währungskrisen und der ständige und zum Teil dramatische Preisverfall unserer Währungen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.04.2006

Als "idealen Einstieg in die Geldtheorie" würdigt Philipp Bagus die zweite Auflage dieses Werks über grundlegende Fragen zum Thema Geld von Murray N. Rothbard. Überzeugend findet er nicht nur die Interpretation der monetären Geschichte des Westens, die der Autor gibt, sondern auch dessen radikales Plädoyer für ein privates Geldwesen. Rothbard zeige, wie ein freies Geldwesen funktionieren würde und wie die Eingriffe des Staates in das Geldwesen zu Konflikten und Chaos führen. Lobend äußert sich Bagus auch über den "eleganten" und "leicht verständlichen Schreibstil" des Autors.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.10.2000

Detmar Doering begrüßt es sehr, dass dieses "populär geschriebene" Buch des bereits 1995 verstorbenen Autors nun auch in deutscher Übersetzung vorliegt - auch wenn Rothbards "Geradlinigkeit deutsche Leser erschrecken dürfte". Denn der Autor vertritt die These, so Doering, dass der Staat das Monopol über das Geld nur an sich gezogen habe, um "zu betrügen und zu verfälschen". Um dies zu untermauern unternimmt der Autor, wie der Leser erfährt, einen Gang durch die amerikanischen Geldgeschichte, in der er aufzeigt, dass in der Geschichte des Staatsgeldes vor allem um "Schuldenmacherei, Inflation und schleichenden Sozialismus" geht. Rothbard erweist sich dabei als Verteidiger des Goldstandards, weil nur durch diesen "Geld international und zugleich entpolitisiert werden" könne. Nicht zuletzt weist Doering auf das Nachwort hin, in dem sich der Übersetzer Guido Hülsmann mit dem Thema "Euro" befasst - aus "Rothbardscher Sicht". Zentrale These ist, dass durch den Euro der staatliche Einfluss in der Geldpolitik zurückgehen würde. Auch in diesem Beitrag wird nach Doering Rothbards Hauptthese deutlich, nämlich dass sich die "Politik aus dem Geld heraushalten" solle.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren