Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Monika Goetsch

Wasserblau

Roman

Cover: Wasserblau

Dörlemann Verlag, Zürich 2010
ISBN-10 3908777585
ISBN-13 9783908777588
Gebunden, 240 Seiten, 18,90 EUR

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Klappentext

Es beginnt mit einem rätselhaften Anruf. Ellen, seit der Geburt ihrer Tochter chronisch überfordert und nun in Erwartung ihres zweiten Kindes, wird gebeten, von Hamburg nach Petersbach zu kommen, wo sie als kleines Mädchen für einige Zeit mit den Eltern gelebt hat. Dort soll ihr eine Mappe mit Unterlagen ausgehändigt werden. Ellen macht sich sofort auf den Weg. In Petersbach sieht sie sich mit verstörenden Dingen konfrontiert: Der mysteriöse Anruf galt gar nicht ihr, sondern ihrer vor kurzem verstorbenen Mutter Elisabeth, und sie erfährt von der Existenz eines kleinen Bruders, an den sie sich nicht erinnern kann. Warum haben die Eltern den Bruder verschwiegen? Was ist mit ihm? Welches Geheimnis hat die Mutter mit ins Grab genommen? Ellen begibt sich beklommen auf die Spurensuche, um ihren Fragen auf den Grund zu gehen und taucht ein in die Vergangenheit ihrer Mutter.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.04.2011

Sibylle Saxer geht erst zum Ende von Monika Goetschs Familiengeschichte deren ganze Dichte und Komplexität auf, weil sie, wie sie selbst glaubt, sich allzu sehr vom dahinfließenden Plot hat gefangen nehmen lassen. Parallel erzählt werden die Geschichten von Ellen und ihrer Mutter, deren traumatische Vergangenheit bis in die Gegenwart der erwachsenen Tochter hineinwirkt, erfahren wir. Etwas zu penetrant wird auf Gewässer aller Art in diesem Roman hingewiesen, findet die Rezensentin. Dafür stellt sie zufrieden fest, dass die Autorin nicht in die Pathosfalle läuft, sondern in schöner Beiläufigkeit, mit erzählerischer Distanz und schnörkelloser Sprache ihre komplexe Mutter-Tochter-Geschichte entwickelt. Aber um das zu merken, muss man diesen Roman "mehrfach lesen", empfiehlt Saxer nachdrücklich.

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