Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Aus dem Englischen von Thoma Mohr. Es ist Sommer in Lahore, Sommer 1998, und manchmal wackelt die Erde, weil unter ihrer Oberfläche Atombomben getestet werden. Der 29jährige Daru hat allerdings ganz andere Probleme, nachdem er seinen gut bezahlten Job bei einer Bank durch eigenes Verschulden verloren hat. Seitdem er die Stromrechnung nicht mehr bezahlen kann, sitzt er schwitzend und bei Kerzenlicht in seiner heruntergekommen Bude und raucht alles, was er kriegen kann. Gleichzeitig mit dem Anschluss an den Stromkreis verliert Daru zunehmend den Kontakt zur Handy-Elite der Stadt, die ihre Partys stets hinter gesicherten Mauern feiert.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.06.2002
Eine Szene aus dem 1998 erschienenen Buch gruselt Angela Schader besonders: ein kleiner Dialog, der den nuklearen Schlagabtausch zwischen Indien und Pakistan durchspielt. Der pakistanisch-indische Konflikt steht jedoch nicht im Mittelpunkt dieses Romans, auch wenn er sich in unsere Wahrnehmung, wie Schader schreibt, öfter hineindrängt; Hauptanliegen des 30-jährigen pakistanischen Autors, der schon seit längerem in England lebt, sei vielmehr die Gesellschaftskritik. Hamid nimmt die Haute volée Pakistans aufs Korn, die durch teure Autos, Designerklamotten, Drogenkonsum und Wachleute von sich reden macht und die so gar nicht zu unserem Bild des islamistisch geprägten Landes passen will. Hamids Protagonist Daru wird aus dieser Welt der Reichen ausgeschlossen und stößt sich - so erklärt sich der Titel - wie ein Nachtschmetterling die Flügel wund, als er versucht, sich einen Weg dorthin zurück zu bahnen. Daru stehe in der eigentlich schon veralteten angelsächsischen Tradition des "kaltgestellten Antihelden", schreibt Schader, sein Psychogramm sei nicht ohne Schwächen, aber durch die Einbettung in den gesellschaftlichen Kontext Pakistans bekomme die Geschichte eine aktuelle und weiterführende Dimension, lobt die Rezensentin.
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