Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Michael Wolffsohn

Juden und Christen - ungleiche Geschwister

Die Geschichte zweier Rivalen

Cover: Juden und Christen - ungleiche Geschwister

Patmos Verlag, Düsseldorf 2008
ISBN-10 3491725089
ISBN-13 9783491725089
Gebunden, 196 Seiten, 19,90 EUR

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Klappentext

Durch den Juden Jesus sind Judentum und Christentum unlösbar miteinander verbunden. Mit dem Aufkommen des Christentums formiert sich das Judentum umfassend neu. Beide sind zu Beginn zwei Arten von Reformjudentum, mithin Geschwisterreligionen. Abgrenzung und Rivalität kennzeichnet seitdem die weitere wenig geschwisterliche Geschichte, die die beiden Religionen im Abendland nehmen. Das Christentum setzt sich als Staatsreligion gegen das Judentum durch. Wolffsohn spürt der Gemeinsamkeit beider Religionen nach, die selbst in den Gegensätzen und neuen Entwicklungen immer erkennbar bleibt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.03.2008

Viele "eminent wichtige Einsichten" über das Verhältnis von Juden- und Christentum in den letzten zweitausend Jahren verdankt Rezensent Alexander Kissler diesem Buch. Das Lob des Rezensenten bezieht sich auf Michael Wolfsohns Verweise auf Missverständnisse über das Judentum in der Gegenwart ebenso, wie seine, für Kissler absolut erhellenden Schilderungen der wechselseitigen Einflüsse, die Juden und Christentum im Verlauf ihrer Entwicklung aufeinander ausgeübt haben. Besonders das Kapitel, das den Übergang des Judentums von der starren Tempelautokratie ins geradezu demokratische rabbinische Judentum beschreibt, samt des Einflusses, den diese Tempelautokratie auf die Entwicklung der Kirche hatte, und die Lehren Jesus wiederum auf das frühe rabbinische Judentum, fesseln den Rezensenten sehr. Sprachlich hat er immer wieder einiges zu bemängeln. Auch manche Gegenwartskritik scheint ihm etwas schwach begründet. Prinzipiell aber ist ihm das Buch besonders durch das Temperament, mit dem Wolfsohn darin sein Anliegen verfolgt, die wissende Neugier des Autors grundsympathisch, und in seinen Ergebnissen wichtig, nötig und höchst lesenswert.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren