Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Michael Vogt (Hrsg.)

stehn Jandl groß hinten drauf

Interpretationen zu Texten Ernst Jandls

Aisthesis Verlag, Bielefeld 2000
ISBN-10 3895282847
ISBN-13 9783895282843
Broschiert, 218 Seiten, 19,43 EUR

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.07.2000

In einer Doppelrezension bespricht Jörg Drews zwei Bücher zum kürzlich verstorbenen Ernst Jandl: "A komma punkt ernst jandl", von Klaus Siblewski und "Stehn jandl groß hinten drauf", hrsg. von Michael Vogt.
1) Klaus Siblewski: "A komma punkt..." (Luchterhand) Zu Beginn seiner Besprechung lobt Drews den verlegerischen Wagemut von Klaus Wagenbach, 1966 auf einer Quartplatte (inzwischen auf CD) Jandl seine Gedichte sprechen zu lassen. Erst damit begann der eigentliche Erfolg des österreichischen Dichters, schreibt Drews, und wer ihn nicht nur des Klamauks wegen anhörte, konnte den "konstruktiven Ernst" wahrnehmen, mit dem er dichtete. Die vorgelegte Bildbiografie - ursprünglich gedacht als Geburtstagsgabe zum 75., der am 1.August zu feiern gewesen wäre - zeichnet ein Leben nach, das im "katholischen Wiener Kleinbürgertum" begann und über internationale Erfolge schließlich auch zum Österreichischen Staatspreis führte. Ein Interview mit dem Dichter ist den Bildern beigegeben, in dem Jandl, so Drews, "eine wunderbar schroffe Mischung" von Abwehr und "etwas von sich verraten" bietet.
2) Michael Vogt (Hrsg.): "Stehn jandl groß hinten drauf" (Aisthesis)
Recht spät, meint der Rezensent, erscheinen jetzt auch ausführlichere Arbeiten zu Jandl, der mit seinen politischen Gedichten, die oft vulgär-zynisch oder folkloristisch daherkamen, zu den schwierigeren Dichtern der Gegenwart zählt. Die hier gesammelten elf Aufsätze sind nicht nur seinen Gedichten sondern auch den Dramen und Prosatexten gewidmet und beweisen, so Drews, dass bei Ernst Jandl alles "bis in die letzte Silbe hinein genau und verantwortet" ist. Sie bezeugen, wie sehr das "ausgeleierte Adjektiv `experimentell`" für den Wiener Dichter bedeutete, immer wieder "spezifische Formen" zu finden. Wer die vorliegenden Beiträge geschrieben hat und ob sie vorher schon irgendwo zu lesen waren, erfährt der Leser leider nicht.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren