Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Michael Krupp (Hrsg.)

Einführung in die Mischna

Cover: Einführung in die Mischna

Verlag der Weltreligionen, Frankfurt am Main 2008
ISBN-10 3458710027
ISBN-13 9783458710028
Gebunden, 223 Seiten, 17,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Hebräischen und mit einem Kommentar herausgegeben von Michael Krupp in Zusammenarbeit mit Barbara Eberhard, Jürgen Pithan, Ralf Kübler und Frank Ueberschaer. Die Mischna, entstanden bis 200 n. Chr., als erste Zusammenfassung rabbinischen Denkens, ist in sechs "Ordnungen", Sedarim, gegliedert, die das ganze menschliche Leben, den Kultus, die Alltags- und Festtagsbestimmungen, mitmenschliches Verhalten und die Beziehung zu Gott betreffen. Die erste Ordnung, Zera'im, Saaten, behandelt alle Gebote, welche die Landwirtschaft in Israel und die besondere, bereits in der Bibel zu findende kultische und gesellschaftliche Gesetzgebung betreffen. Die zweite Ordnung, Mo'ed, Festkalender, stellt die Feste im Judentum und ihre Gebräuche dar. In der dritten Ordnung, Nashim, Frauen, werden Probleme von Mann und Frau, Eheschließung, Familie und Scheidung geregelt. Die vierte Ordnung, Neziqin, Schäden, enthält unter anderem das bürgerliche und das Strafrecht. Die fünfte Ordnung, Qodashim, heilige Dinge, befaßt sich mit dem Tempel und mit Opfernkulten. Die sechste Ordnung, Toharot, reine Dinge, ist dem komplizierten Gefüge von rein und unrein im jüdischen kultischen Rechtswesen gewidmet.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.08.2008

Rezensent Andreas Kilcher begrüßt diese Ausgabe der Mischna, dem grundlegenden jüdischen Gesetzeswerk, das sämtliche theologische und alltägliche Fragen des Judentums erörtert, weiß aber auch Kritik anzubringen. Ausführlich informiert er zunächst über die Mischna und ihre lange Rezeptionsgeschichte, um dann auf den ersten, nun erschienenen Band über die "Festzeiten" in der neuen Ausgabe einzugehen. Das Vorhaben, eine komplette Übersetzung der Mischna mit Kommentar vorzulegen, scheint ihm philologisch höchst anspruchsvoll. Aber auch die Kommentierung, ohne die sich die Mischna nicht verstehen lässt, ist seines Erachtens von großer Bedeutung. Hier wirft er dem Leiter der Übersetzung und Kommentierung Michael Krupp vor, die Texte auf eine dem Judentum eher "fremde Weise" auszulegen. Er gewinnt den Eindruck, die Mischna werde von Krupp in einen urchristlichen Entstehungshorizont gestellt, ja Krupp betreibe eine Engführung von Judentum und Christentum in ihren antiken Texten, die ihm nicht unproblematisch erscheint. "Sie entfaltet weniger eine Innensicht auf die Mischna, die sie im Kontext jüdischer Religionsgeschichte lesbar machen würde", erklärt Kilcher, der dies bedauerlich findet, weil der Leser damit um eine Erkenntnis gebracht werde.

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Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

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19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

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