Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Michael Frayn

Das verschollene Bild

Roman

Cover: Das verschollene Bild

Carl Hanser Verlag, München und Wien 1999
ISBN-10 3446197788
ISBN-13 9783446197787
Gebunden, 360 Seiten, 20,35 EUR

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Klappentext

Mit Frau und kleiner Tochter fährt Martin Clay aufs Land, um endlich sein Buch über den Einfluß des Nominalismus auf die niederländische Malerei des 15. Jahrhunderts schreiben. Doch da bittet ihn sein Nachbar, der seine Tiepolos und Guardis schon hat verscherbeln müssen, um fachmännischen Rat. Bei der Gelegenheit entdeckt Martin mitten im Gerümpel ein verlorengegangenes Gemälde des großen Bruegel. Martin scheut auch die krummsten Wege nicht, um in den Besitz des geheimnisvollen Gemäldes zu gelangen.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 23.03.2000

Hanns Josef Ortheil ist enttäuscht. Die ersten 60 Seiten lang entwickelt sich die Geschichte um zwei Paare auf dem Lande und ein möglicherweise echtes Bruegel-Bild "in perfekter Regie" und gerät dann ins Schlingern. Die Handlungsfäden beginnen sich zu verwirren, neue Figuren werden ratlos "ins Feld geschickt" und "verkümmern", seitenlange und viel zu didaktische Exkurse in Kunstgeschichte vertragen sich nicht mit dem ansonsten ironischen Ton des Buches, Ratlosigkeit, Panik, konstatiert Ortheil beim Autor. Auch der Schluß wirke zu dick aufgetragen. Das Fazit Ortheils: "Am Ende erweist sich die Romanidee als zu stark und die Erzählkunst des Autors zu schwach." Ein Gutes hat das Buch: der Rezensent bekam Lust, sich wieder mal Bruegels Bilder anzuschauen. Ohne erzählerischen Kommentar.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.10.1999

Monika Schattenhofer weicht in ihrer Rezension einem eigenen Urteil weitgehend aus. Sie gibt vor allem die Handlung des Buches in Eckpunkten wieder. Darüber hinaus deutet sie lediglich an, dass der Leser selbst zum Ikonologen werden sollte -der anders als der Ikonograph sich nicht nur auf den Gegenstand fixiert, sondern das Sujet im politischen, religiösen, historischen Kontext deutet. Gerade, dass man als Leser nicht "Headlong" (so der englische Titel) zum Ziel kommt, macht für sie den Reiz des Buches aus. Immerhin: Die Zweifel, Irrungen, verschiedenen Perspektiven und falschen Fährten sorgten für eine "aufregende" Geschichte.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren