Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Meg Rosoff

Was wäre wenn

(Ab 14 Jahre)

Cover: Was wäre wenn

Carlsen Verlag, Hamburg 2007
ISBN-10 3551581398
ISBN-13 9783551581396
Kartoniert, 255 Seiten, 14,00 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Brigitte Jakobeit. Als David Case seinen kleinen Bruder eines Tages nur knapp vor einem Sturz aus dem Fenster bewahrt, wird ihm schlagartig bewusst: Uns trennt oft nur ein Wimpernschlag von der Katastrophe. Und er ist sich sicher: das Schicksal wird wieder zuschlagen. Also versucht er, sich vor ihm zu verstecken: er ändert seinen Namen in Justin Case, trägt die seltsame Mode, die das seltsame Mädchen Agnes ihm aussucht und beginnt zu laufen, immer schneller, immer länger; wobei er nie seinen Windhund Boy einholen wird, der nur in seinem Kopf existiert und den außer ihm nur sein Freund Peter sieht. Als er sicherheitshalber auch noch sein Zuhause verlässt und die Freundschaft zu Agnes immer komplizierter wird, wächst ihm die eigene Verwirrung zunehmend über den Kopf.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.09.2008

Wenig ist an diesem Roman völlig klar, meint Simone Giesen, außer vielleicht dies: Nachdem er seinen Bruder um ein Haar nur vor einem Fenstersturz bewahrt, ist der Held des Buches David Chase psychisch "arg derangiert". Er benennt sich um und trägt fortan den sprechenden Namen "Justin Case". Er verkehrt mit Personen, von denen auch nach der Lektüre nicht ohne weiteres zu sagen ist, ob sie tatsächlich existieren. "Realien" und "Phantasmen" sind voneinander nicht durchweg zu unterscheiden - aber wie die Autorin das erzähle, das findet die Rezensentin abseits von allen Konventionen "herrlich eigenwillig". Gewiss, eine "Herausforderung" für die Leserin und den Leser, jedoch eine, die sich, daran lässt Giesen keinen Zweifel, allemal anzunehmen lohnt.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 14.06.2007

Sehr beeindruckt ist Rezensent Franz Lettner von Meg Rosoffs neuem Jugendroman. Das hat nicht nur mit dem erzählerischen Blick dieser Autorin auf die frühe Adolenszenz und die "teenage angst" zu tun, den der Rezensent als "herausragend" preist, sondern auch mit Rosoffs Humor, ihrer Warmherzigkeit und dem Talent, die Grenzen von Fantasie und Wirklichkeit kunstvoll zu verwischen. Es geht, lesen wir, um einen Jungen, der sich im Irrtum, fliegen zu können, beinahe zu Tode stürzt, seinen Bruder, der ihn rettet und sich danach zwischen Wirklichkeit und Fantasie verfängt. Zwar sei das Lesen dieser "hoch konstruierten Geschichte" nicht immer ganz einfach. Trotzdem beschreibt dieser Roman das "Drama des Erwachsenwerdens" und die damit verbundene Suche nach Identität ausgesprochen eindringlich, findet der Rezensent.

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