Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Maxim Biller

Deutschbuch

Cover: Deutschbuch

dtv, München 2001
ISBN-10 3423128860
ISBN-13 9783423128865
Taschenbuch, 333 Seiten, 12,53 EUR

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Klappentext

Maxim Biller, der vor keiner Polemik zurückschreckt, zeigt im "Deutschbuch", dass Kritik immer aus Zuneigung und Anteilnahme erwächst. Seine Reportagen und Kolumnen, die von unseren kleinen und großen Dummheiten der vergangenen Dekade handeln, erzählen zugleich die Geschichte ihres Autors, der als Zehnjähriger nach Deutschland gekommen ist und hier seitdem heimisch zu werden versucht...

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 28.07.2001

Kann das gut gehen, fragt sich Lutz Hagestedt, die um Billers einzige zwei Themen (Juden und Deutsche) kreisenden Kolumnen noch einmal auf einen Sitz zu lesen? Kann. Und gut sogar. Das Ganze mundet dem Rezensenten wie reifer Wein aus guten Schläuchen: Erstens macht man Entdeckungen - man hat sie doch nicht alle gelesen. Zweitens hat Biller ... ein breites Repertoire sprachlicher Mittel, mit denen er seinen Gegenständen Farbe und Relief zu geben versteht." Drittens und viertens lobt Hagestedt die Strenge und Distanziertheit des Autors bzw. dessen "originelle Perspektive". Fazit eines rundum glücklichen Rezensenten: Kolumnen - "fast zeitlos klar und konsumierbar."

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.07.2001

So richtig begeistern mag sich Wolfgang Lange für Maxim Billers Artikel und Vorträge über die Deutschen nicht. Den Autor hält er zwar für einen Journalisten "reinsten Kalibers" - "neugierig, ausgebufft und auf den Effekt bedacht" - aber der Rezensent fühlt sich von dem frechen, schlauen und eigenbrötlerischen Verfasser dieser Tiraden belehrt. Dabei, findet Lange, ist auch bei Biller vieles heiße Luft. Der Erkenntnisgewinn seiner Tiraden gehe oftmals gegen Null. Billers Stärken verortet Lange in seinen Karikierungen der Deutschen, seine Schwächen aber in der Auseinandersetzung mit den Dingen. Und so haben seine Attacken bei dem Rezensenten den Beigeschmack einer Plattitüde hinterlassen. Für Lange ist Biller Provokateur und Windei zugleich: "ein Enfant terrible und ein Aufschneider, ein charmanter Plauderer und eine unmögliche Figur, ein Aufrührer und Hochstapler".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren