Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Herausgegeben von Gerhard Krumeich und M. Rainer Lepsius in Zusammenarbeit mit Birgit Rudhard und Manfred Schön. Der neue Briefband 1915 bis 1917 enthält Max Webers politische Äußerungen zum Ersten Weltkrieg sowie persönliche Trauerbekundungen an Verwandte und Bekannte, die Angehörige im Krieg verloren haben. Webers Reflexionen über den Kriegsverlauf, über die Annexionspolitik und den verschärften U-Boot-Krieg, aber auch über eine mögliche Nachkriegsordnung Deutschlands bilden eine pointierende Ergänzung zu den politischen Schriften und Reden, die im Band I/15 "Zur Politik im Weltkrieg" ediert sind. Die insgesamt 431 Briefe geben einen vertieften Einblick in die persönlichen Lebensumstände, die politischen Bestrebungen und die wissenschaftlichen Arbeiten. Die Umbrüche von 1918 kündigen sich bereits an.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.11.2008
Mit enormem Fleiß und auch (bezahltem) Aufwand sucht und sammelt der Herausgeber Hartmut Schön seit Jahrzehnten Texte und Briefe des Soziologen Max Weber für die Max-Weber-Gesamtausgabe (MWG) zusammen. Hier nun liegen die von Weber geschriebenen (keine an ihn adressierten) Briefe aus den Kriegsjahren von 1915 bis 1917 vor, rund 450 insgesamt. Nicht alles davon ist von besonderem Interesse, eine Reihe kurzer verlagsgeschäftlicher Notizen sind auch darunter, erfahren wir. Der rote Faden aber sind Webers Kommentare zur Kriegspolitik. Und die findet der Rezensent, der Historiker Gregor Schöllgen, außerordentlich interessant. Und zwar fast mehr noch zeithistorisch als biografisch. Deshalb hat Schöllgen, den etwa die Einleitung nicht sonderlich überzeugt, den Band mit großem Interesse gelesen.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 13.10.2008
Sehr interessiert hat Stefan Breuer die Briefe Max Webers aus den Kriegsjahren 1915 bis 1917 gelesen, wenn auch mit einigem Befremden. Das ist zum einen die Begeisterung für den Krieg, den Weber als "unerhört groß und wunderbar" feiert, an dem er selbst wegen seiner Untauglichkeit aber nicht teilnehmen kann. Auch Todesnachrichten von Verwandten und Bekannten können ihn in seiner Begeisterung nicht erschüttern, wie Breuer geradezu augenrollend vermerkt. Seinen Aktivismus kann Weber erst ab dem 1917 ausleben, mit seinen Texten für die Frankfurter Zeitung. Auch wenn in dieser Zeit einige der interessantesten Aufsätze zu den "politischen Defiziten des Kaiserreichs" entstanden sind, wie Breuer befindet, wundert sich der Rezensent doch über Weber Einschätzung von Reichskanzler Bethmann Hollweg, den er so "leichten Herzens" preisgebe und sich stattdessen Hindenburg zuwende. Auch privat kann Rezensent Breuer nur eingeschränkt Positives aus dieser Lebensphase Webers berichtet: In seinem Liebeslieben tut sich endlich was, wenn auch nur eine recht "onkelhafte" Beziehung zu der 16 Jahre jüngeren Pianistin Mina Tobler.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
- Politische Bücher 2008

- Politische Bücher Deutschland

- Politische Bücher Deutschland 2008

- Deutsche Literatur, 20. Jahrhundert (Briefe/Tagebücher)

- Briefe und Tagebücher deutscher Autoren

- Soziologische Neuerscheinungen 2008

- Soziologie Deutschland 2008

- Briefe und Tagebücher deutscher Autoren, 2008 bis 2010

- Briefe und Tagebücher

- Briefe und Tagebücher 2008

- Erster Weltkrieg

Von Lesern empfohlene Bücher
Lukas Hartmann: Räuberleben
Geächtet, verteufelt, gejagt das ist das Schicksal des Räuberhauptmanns Hannikel und seiner Familie. Ein historischer ...
Theodor W. Adorno: Philosophie und Soziologie (1960)
Herausgegeben von Dirk Braunstein. Die Vorlesung über "Philosophie und Soziologie" aus dem Sommersemester ...
Archiv: Bücherschauen
Krisen des modernen Ichs
26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3
07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen
Goncalo M. Tavares: Die Versehrten
19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen
Laszlo Vegel: Sühne
12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen







