Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Maurice-Ruben Hayoun

Maimonides

Arzt und Philosoph im Mittelalter. Eine Biografie

Cover: Maimonides

C. H. Beck Verlag, München 1999
ISBN-10 3406452698
ISBN-13 9783406452697
Gebunden, 332 Seiten, 34,77 EUR

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Klappentext

Aus dem Französischen von Ansgar Wilderman. Moses Maimonides - eigentlich Rabbi Mose Ben Maimon, genannt Rambam - war der bedeutendste jüdische Philosoph und Rabbiner des Mittelalters. Geboren 1135 in Cordoba, flüchtete er mit seiner Familie nach der Eroberung seiner Heimatstadt durch die muslimischen Almohaden nach Nordafrika und lebte von 1165 bis zu seinem Tod im Jahre 1204 in Ägypten. Dort wirkte er als Arzt - unter anderem am Hofe Saladins -, vor allem aber als Repräsentant und geistiges Oberhaupt der ägyptischen Juden.
Maurice-Ruben Hayoun stellt in seiner Lebensbeschreibung des Maimonides die philosophischen und religiösen Bestrebungen dieses herausragenden jüdischen Intellektuellen dar. Besondere Aufmerksamkeit erfährt dabei dessen zentrales Werk "Führer der Unschlüssigen", in dem Maimonides versucht, einen Ausgleich zwischen den jüdischen Glaubenslehren und dem Aristotelismus herbeizuführen. Zahlreiche Originalzitate vermitteln einen lebendigen Eindruck von Maimonides Art zu denken und zu lehren und machen begreiflich, weshalb seine Texte starken Einfluss zum Beispiel auf Thomas von Aquin, Albertus Magnus, Averroes und auch Spinoza ausüben konnten.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.07.2000

Friedrich Niewöhner, offenbar selbst vom Fach, ist richtiggehend empört über diese Biographie des mittelalterlichen Arztes und Philosophen Maimonides. Der Verlag muss sich von ihm schelten lassen, "auf der ganzen Linie versagt" zu haben, denn die Bibliographie sei für den deutschen Leser nicht sehr nützlich und zudem "willkürlich, voller Fehler, Ungereimtheiten und Inkonsequenzen". Danach kriegt der Übersetzer sein Fett weg, dem der erboste Rezensent schlampiges Arbeiten und konfuse Terminologie anlastet. Doch auch wenn er sich dem Inhalt des Buches zuwendet, wird sein Urteil nicht milder. Die allwissende Haltung des Autors, der selbst die Gedanken und Gefühle Maimonides zu kennen vorgibt, ärgert Niewöhner genauso wie das offensichtliche Hinwegsetzen über nachweisliche Ergebnisse der Forschung. Und so fragt sich der Rezensent irritiert, ob es sich bei dieser Biographie nicht viel eher um ein "Märchen" als um eine wissenschaftliche Studie handele.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren