Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Matthias Göritz

Pools

Gedichte

Cover: Pools

Berlin Verlag, Berlin 2006
ISBN-10 3827006627
ISBN-13 9783827006622
Gebunden, 96 Seiten, 18,00 EUR

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Klappentext

Der Titel ist ein Anagramm aus Loops, dem ersten Gedichtband von Matthias Göritz. Er fasst das Element ein, das zu einer Essenz des Dichterischen wurde: das Wasser. Wie das flüchtige, formlose Element Wasser, das einem zwischen den Fingern zerrinnt, wird auch Sprache im Gedicht nur angehalten, aufgefangen wie in einem - Pool. In den Gedichten aus "Pools" sammeln sich die Erfahrungen von Liebe, Kindheit und Landschaft. Und sie bieten für den Moment der Lektüre einen Ort der Betrachtung, spiegelnd, blau wie, beispielsweise, die künstliche Wassergartenlandschaft unserer Vororte. Und erzeugen einen Rhythmus des Kreisens, der drängend und immer schneller einen Ton einfordert, der "aus den Festlegungen" herausführt, wie Rolf Dieter Brinkmann formulierte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.02.2007

Matthias Göritz, der bereits als Romancier, Lyriker und Übersetzer aufgefallen ist, legt nun mit "Pools" einen weiteren Gedichtband vor, stellt Sandra Pott fest. Sie sieht es den verschiedenen Sujets und den wechselnden Tonfällen des Autors geschuldet, dass seine Kritiker zu ganz unterschiedlichen Einschätzungen seiner Texte kommen. Sie selbst glaubt, dass Göritz mit seinen Gedichten einen dritten Weg zwischen der Brinkmannschen Abkehr von überkommener Sprache und der Grünbeinschen Wiederbelebung tradierter Formen einschlägt und er sich jenseits jeglicher "Erlebnislyrik" an der Realität abarbeitet. Dabei schlage er mal einen sachlichen, mal einen "hohen" wiewohl "ironisch gebrochenen" Ton an, so Pott weiter, die zwar nicht alle Texte gleich gelungen findet, insgesamt von dem Band aber sehr angetan ist.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.10.2006

Michael Braun freut sich, im neuen Band des Lyrikers Matthias Göritz eine schon verschwunden geglaubte Ader deutscher Dichter entdeckt zu haben - den romantischen Poeten, der vom aufgehenden Mond schreibt statt in abgeklärter Ironie zu dichten. Zudem sei die Beschäftigung mit asiatischen Lyriktraditionen, die Göritz zuletzt als Übersetzer koreanischer Modernisten fruchtbar gemacht hat, in "Loops" nicht nur zwischen den Zeilen zu spüren. In auf Kernbegriffe reduzierten Gedichten meditiere der Autor konzentriert über "Schöpfungswunder", bringe allerdings, so der einzige Einwand des Rezensenten, nicht in allen Texten seine Kunst "zum Leuchten".

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren