Bücherschau der Woche

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Literaturbeilagen

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Mascha Kaleko

Mascha Kaleko: Sämtliche Werke und Briefe in vier Bänden

Cover: Mascha Kaleko: Sämtliche Werke und Briefe in vier Bänden

dtv, München 2012
ISBN 9783423590860
Gebunden, 4068 Seiten, 198,00 EUR

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Klappentext

Herausgegeben und kommentiert von Jutta Rosenkranz. Übersetzung der fremdsprachigen Briefe und Textstellen: Britta Mümmler und Efrat Gal-Ed. Redaktion und Transkription des. Briefbestandes: Eva-Maria Prokop. Siebenunddreißig Jahre nach dem Tod der großen Lyrikerin erscheint die erste kommentierte Gesamtausgabe ihrer Werke und Briefe. Diese Edition macht das Gesamtwerk und die Korrespondenz der Dichterin Mascha Kaléko erstmals einem breiten Publikum zugänglich. Die zu Lebzeiten und im Nachlass veröffentlichten Werke der Schriftstellerin werden um Zeitungspublikationen und die unveröffentlichten Schriften aus dem Nachlass ergänzt.
Ihre Briefe zeigen eindrucksvoll die literarische Entwicklung der Autorin Mascha Kaléko, aber auch die Dichterin als Privatperson als Ehefrau, Mutter und Freundin. Ihr regelmäßiger intellektueller Austausch mit Schriftstellerkolleginnen und -kollegen wie Ingeborg Drewitz, Hilde Domin, Hermann Kesten, Walter Mehring, Kurt Pinthus und vielen anderen liefert kostbare literaturgeschichtliche Dokumente.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 24.12.2012

Eigentlich passt eine gravitätische Gesamtausgabe ja gar nicht zu Mascha Kaleko, dieser Meisterin der leichten Dichtkunst, überlegt Sabine Rohlf, aber da Kaleko sie verdient hat, und die Edition ausgesprochen unpompös daherkommt, nimmt die Rezensentin sie mit großer Freude auf. Sie zeigt sich als große Bewunderin der Dichterin, die so wunderbar salopp und berlinerisch dichten konnte, als käme sie aus Neukölln (dabei war sie in Galizien geboren): "... Wer denkt daran, an später noch zu denken?/ Man spricht konkret und wird nur selten rot." Rohlfs verortet die Dichterin mit ihren modernen, sachlichen Versen zwischen Heine, Tucholsky und Claire Waldoff, weist aber auch auf Kalekos dunklere Gedichte hin, die während ihres Exils ab 1938 in New York entstanden. Dass auch die beklemmenden Briefe, die Kaleko nach 1945 an ihren Mann von einem Deutschland-Besuch schrieb, in der Edition enthalten sind, weiß die Rezensentin sehr zu schätzen.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.12.2012

Die hier rezensierende Lyrikerin Ann Cotten - von der man viel häufiger Kritiken lesen möchte - ist eigentlich keine Freundin von Gesamtausgaben, macht aber für die nun erschienene vierbändige Ausgabe "Sämtlicher Werke und Briefe" von Mascha Kaleko gern ein Ausnahme. Amüsiert liest sie die frühen pointenreichen und frechen Gedichte der Lyrikerin und ist nicht nur erstaunt über die "virtuose Brillanz" von Kalekos Werbetexten, sondern auch tief beeindruckt von dem großen musikalischen Fachwissen, das die Dichterin in ihren Plattenkritiken aus den Zwanzigern erkennen lässt und mit dem sie, laut Cotten, Adorno oder Thomas Mann in nichts nachsteht. Insbesondere gefallen der Kritikerin aber Kalekos späte Gedichte, die ihrer Meinung nach wie eine Mischung aus "Talking Heads, Erich Kästner und Roxy Music" klingen. Mit Lob bedenkt Cotten auch den Kommentarband dieser glänzenden Ausgabe, dem sie Schätze wie etwa Kalekos "zärtlichen" Nachruf an Franz Hessel im Radio oder ein bewegendes Hörspiel mit exzellenten Besetzungsangaben für das Orchester entnimmt. Und hier noch ein kleines Zitat, dass Ann Cotten dem letzten Aphorismenband dieser vierbändigen Ausgabe entnommen hat - nur um eine Ahnung vom Kaleko-Sound zu bekommen: "Mit manchen Leuten lohnt es sich zu leben. / Mit andern wieder macht es keinen Spaß. / Aus lauter Angst sich etwas zu vergeben, / vergibt sich diese Sorte immer was."

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Mascha Kaleko

Mascha Kaleko, 1907 als Tochter jüdischer Eltern im polnischen Galizien geboren, fand in den zwanziger Jahren in Berlin Anschluss an die literarische Boheme vor allem des Romanischen Cafes und hatte ... mehr lesen

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