Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Mary Louise Defender Wilson

Die Welt wird niemals enden

Geschichten der Dakota-Indianer

Cover: Die Welt wird niemals enden

Insel Verlag, Frankfurt am Main 2006
ISBN-10 3458173013
ISBN-13 9783458173014
Gebunden, 207 Seiten, 17,80 EUR

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Klappentext

Ihr Name steht für Freigebigkeit und Großzügigkeit: Wagmuhawin, Rasselfrau, so heißt die Erzählerin Mary Louise Defender Wilson in der Sprache der Dakota, die am Missouri-Oberlauf im heutigen North Dakota leben und zusammen mit benachbarten Gruppen jene berühmten Sioux bilden, die unser Bild der Indianer Nordamerikas noch immer prägen. Im "Größeren Bärenhaus" ihres Stammes werden Geschichten seit vielen Generationen erzählt, und seit Jahren ist Mary Louise Defender Wilson eine der bekanntesten indianischen Erzählerinnen, die auf ihren Reisen durch die USA ihre Geschichten vorträgt. Der Ethnologe Michael Schlottner hat die Erzählungen im Jahr 2003 auf Tonband aufgezeichnet und für diese Ausgabe ausgewählt und übersetzt. Sie liegen damit zum ersten Mal in schriftlicher Form vor.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 04.11.2006

Mary Louise Defender Wilsons Erzählband dokumentiert für Rezensent Hartwig Isernhagen die Lebendigkeit der Literatur der nordamerikanischen Indianer. Bei den Geschichten handelt es sich nach Auskunft von Isernhagen zum großen Teil um die Verschriftlichung von traditionellen indianischen Erzählstoffen, die bisher nur mündlich weitergegeben wurden. Er bescheinigt dem Übersetzer und Herausgeber Michael Schlottner, die Differenz zwischen mündlichem und schriftlichen Erzählen bei seiner Übertragung der Geschichten zu berücksichtigen und die Texte in einem Zustand "scheinbarer Unvollständigkeit" zu belassen. So bilden sie nach Ansicht Isernhagens "Gerüste für eine erzählerische Performance", die jeder Leser selbst vollziehen müsse. Die thematisch breit gefächerten Geschichten verdeutlichten zudem, wie wenig das Wissen und die Kultur der Indianer mit den europäischen Klischeebildern von ihnen gemein hat. Das Überleben der indianischen Kultur sieht Isernhagen auch dank des vorliegenden Bandes nicht gefährdet. Schließlich garantiere Wilsons kreative Aufnahme traditioneller Erzählstoffe in der Gegenwart die Möglichkeit ihrer Zukunft.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren