Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Martin Lohmann

Etikettenschwindel Familienpolitik

Ein Zwischenruf für mehr Bürgerfreiheit und das Ende der Bevormundung

Cover: Etikettenschwindel Familienpolitik

Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2008
ISBN-10 357906987X
ISBN-13 9783579069876
Gebunden, 222 Seiten, 19,95 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Eigentlich gibt es bis heute gar keine wirkliche Familienpolitik. Was es gibt, ist ein gigantischer Etikettenschwindel, der aus bestimmten Interessen heraus als Familienpolitik verkauft wird. So jedenfalls sieht es Martin Lohmann. Seine Streitschrift will die Öffentlichkeit wachrütteln und sich einsetzen für eine Familienpolitik, die ihren Namen wirklich verdient. Sein Plädoyer: Raus aus alten Ideologien, hin zu neuen - positiven - Denkmodellen. Nicht gegen Muttersein oder gegen Erwerbstätigkeit, sondern für die freie Entscheidung für das eine oder das andere - mit allen Konsequenzen. Dieses neue Denken könnte der Kern einer neuen und wirklich modernen Politik sein. Gleichzeitig ist es auch eine Herausforderung für Kirchen, Gewerkschaften, Medien und Wirtschaft.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.10.2008

Familienpolitik und ihr gesellschaftspolitischer Gesamtzusammenhang. Was das bedeutet - in diesem Buch erfährt es der Rezensent. Engagiert und bemüht um in praktischer Vernunft wurzelnde inhaltliche Aussagen erscheint Andreas Rödder Martin Lohmanns Arbeit. Dass sozialwissenschaftlich-analytisch da nicht so viel bei herumkommt, stört ihn nicht. Das vom Autor ins Zentrum gerückte Interesse an der Selbstbestimmung über familiäre Lebensentwürfe leuchtet Rödder ein. Ebenso die Forderung an die Politik, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Lohmanns Denkansatz trägt für den Rezensenten die Chance auf Ableitung von Konkretem in sich sowie die "Seele eines bürgerlichen Gesellschaftsentwurfs".

Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 15.08.2008

Der Anregung Martin Lohmanns, eine "neue Kinder-Kultur" einzuführen, kann Rezensent Franz Alt zustimmen - um sich ausführlich den einzelnen Thesen des "provokanten Buchs" zuzuwenden. Bei der Lektüre entstehen dem Rezensenten Zweifel an der von Lohmann selbst propagierten "Angst- und Ideologiefreiheit" des Buches. Und wo der Autor mit Rousseau von den Segnungen des Familienlebens spricht, fürchtet der Rezensent anscheinend eine anachronistische Deutung, weil die Auffassungen des Kindes vor und nach der Reformpädagogik nicht vergleichbar seien. Die wiedergegebenen Forderungen nach Kinderministerium, Familienwahlrecht und Kinderbeauftragten bleiben von Franz Alt leider unkommentiert.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren