Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Martin Heidegger

Sein und Wahrheit

Gesamtausgabe, II. Abteilung: Vorlesungen 1919-1944. Band 36/37: 1. Die Grundfrage der Philosophie (Sommersemester 1933). 2. Vom Wesen der Wahrheit (Wintersemester 1933/34)

Cover: Sein und Wahrheit

Vittorio Klostermann Verlag, Frankfurt am Main 2001
ISBN-10 3465031547
ISBN-13 9783465031543
Gebunden, 306 Seiten, 44,00 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Hartmut Tietjen. Die beiden unter dem bibliografischen Titel Sein und Wahrheit in diesem Doppelband vereinigten Vorlesungen entstammen dem Rektoratsjahr Martin Heideggers. Die Vorlesung Die Grundfrage der Philosophie aus dem Sommersemester 1933 entfaltet die Seinsfrage in einem ersten Schritt in der Abhebung gegen die Verklammerung von christlicher Bestimmung und mathematisch-logischem Begründungsgedanken in den metaphysischen Systemen des 18. Jahrhunderts (Wolff, Baumgarten). Die Vorlesung Vom Wesen der Wahrheit aus dem Wintersemester 1933/34 wiederholt zwar die gleichnamige Vorlesung aus dem Wintersemester 1931/32 (vgl. GA 34), doch eine neu verfasste Einleitung über Heraklits Polemos-Spruch, die durch ausführlichere Wiederholungen erweiterte Auslegung des Platonischen Höhlengleichnisses, die verkürzte Auslegung des Dialogs Theätet sowie die Vielzahl im weiteren Sinne "politischer" Anspielungen geben der Vorlesung insgesamt eine veränderte Gestalt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 07.09.2002

Aus diesem Band der Gesamtausgabe mit Vorlesungen aus den Jahren 1933 und 1934 spricht, so Uwe Justus Wenzel, ein "Stimmengewirr". Dokumentiert wird das Philosophieren Heideggers, das - nach eigener Diagnose - im Jahre 1928 "ins Rutschen" geriet und sich spätestens 1933 dem nationalsozialistischen "Aufbruch" anschloss. Heidegger wollte, daran besteht nach Meinung Wenzels kein Zweifel, eingreifen in das Feld der politischen Entscheidung, wollte Philosoph als Führer werden - bis hin zu "verbaler Militanz". Die Rede ist von der "völligen Vernichtung" des "Feindes", der "in der innersten Wurzel des Daseins eines Volkes" sitzt. Wie der Herausgeber Hartmut Tietjen angesichts solcher Äußerungen von einer "unüberbrückbaren Kluft" zwischen Heideggers Philosophie und nationalsozialistischer Ideologie sprechen kann, ist dem Rezensenten nicht ganz klar. Die Ansicht, dass es sich bei Heideggers Philosophie um eine der "bedeutendsten des 20. Jahrhunderts" handelt, sieht er allerdings auch nicht widerlegt.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren