Bücherschau der Woche
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Martin Brecht
J. V. Andreae und Herzog August zu Braunschweig-Lüneburg
Ihr Briefwechsel und ihr Umfeld
Klappentext
Der aus Württemberg stammende Johann Valentin Andreae (1586 - 1654) hat zwar in seinen jüngeren Jahren als Reformer und Schriftsteller Aufsehen erregt, von seinem Alterwerk war aber bislang nur wenig bekannt. Mit der Erforschung seines umfangreichen Nchlasses, der in der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel liegt, wird Andreae nunmehr erkennbar als intensiver und vielseitiger Dialogpartner Herzog Augusts zu Braunschweig-Lüneburg, als besorgter Kriegsberichterstatter, als Kenner und Sammler von Literatur, bildender Kunst und Musik sowie als Bücherliebhaber, besonders aber als führende Gestalt des Luthertums in Süddeutschland, als Agent der von Johann Arndt ausgelösten Frömmigkeitsbewegung.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.12.2002
Der Theologe und Autor Johann Valentin Andreae und Herzog August waren enge Freunde - ohne sich in ihrem Leben auch nur einmal persönlich begegnet zu sein. Einzig in den in langen Jahren gewechselten Briefen sind sie sich nahe gekommen, ja so sehr ans Herz gewachsen, dass Andreae schon mal "mit Frohlocken und Kuss" grüßt und August keine Kosten und Mühen scheut, die vor allem pekuniären Probleme des Freundes zu lindern. Martin Brecht hat den Briefwechsel nun erstmals "im Detail" ausgewertet und verhilft dabei, wie der Rezensent Friedrich Niewöhner anerkennt, zu neuen Einsichten. Im Mittelpunkt stehe zwar die ungewöhnliche Freundschaft, nicht zuletzt aber erfahre man auch viele Details über die Spätphase des Dreißigjährigen Krieges in Baden-Württemberg: auch als "historische Quelle" ist der Briefwechsel also von Interesse.
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